Die Auszeichnung nahm FW-Bundes- und Landesvorsitzender Hubert Aiwanger vor. Der langjährige Gemeinderat Fritz Hereth zählte zu den Gründungsmitgliedern des Ortverbands, den er von 1992 bis 2011 führte.


Elf Gründungsmitglieder geehrt


Mit Karl-Heinz Opel, Udo Schneider, Maria Rüttinger, Karl-Heinz Krüger, Dieter Gebhardt, Bernd Raithel, Georges Frisque, Dieter Raithel, Helmut Steinlein, Jürgen Ellner und Manfred Witzgall erhielten elf weitere Gründungsmitglieder die Ehrennadel in Gold der Freien Wähler Bayerns.

"Das zurückliegende Vierteljahrhundert hat viel Freude, aber auch viel Arbeit mit sich gebracht. Ich möchte allen herzlich danken, die am Erfolg direkt oder indirekt beteiligt waren und es noch sind. Ohne das großartige ehrenamtliche Engagement wäre unser Erfolg nicht denkbar", betonte Ortsvorsitzender Thomas Steinlein.


Mitgliederzahl steigt


Die große Zahl an Gästen zeige, dass die 25 Jahre junge parteilose Wählervereinigung Wirsberg allgemein bekannt und beliebt ist, sagte Steinlein. Die Gründung 1990 sei untrennbar mit den Namen Willi Pinkow und Fritz Hereth verbunden. "Auf einen Schlag waren damals junge Menschen da, die sich für die Belange der Gemeinde interessierten und engagierten." Als einen Garanten des Erfolges würdigte der Ortvorsitzende Zweiten Bürgermeister Karl-Heinz Opel. Die steigende Zahl an Mitgliedern zeige das große Interesse an einer sachlichen, heimatbezogenen und bürgernahen Kommunalpolitik.

"Die Freien Wähler sind eine starke Kraft in Wirsberg", sagte FW-Kreisvorsitzender Landrat Klaus Peter Söllner. In Richtung Landtagsvizepräsidenten Peter Meyer und Hubert Aiwanger sagte Söllner: "Wir brauchen für unsere Kommunen in Oberfranken eine stärkere finanzielle Unterstützung, und es gilt die Stabilisierungshilfen für strukturelle Maßnahmen auszubauen."

Bezirksvorsitzender Manfred Hümmer aus Forchheim sprach von einer Erfolgsgeschichte und lobte die kontinuierlichere, beständige und verlässliche Arbeit. Auch Peter Meyer lobte den aktiven FW-Ortsverein. Und Klaus Förster aus Thurnau erinnerte daran, einst Gründungspate gewesen zu sein.


"Kommunalpolitik ist unsere Wiege"


"Ein großes Dankeschön für die Aufbauleistung hier in Wirsberg", überbrachte Hubert Aiwanger. Die Freien Wähler stünden für Heimat und Zusammenhalt. Ziel sei, die Regionen weiterzuentwickeln. "Oberfranken ist Freie-Wähler-Land, hier wird Politik mit gesundem Menschenverstand gemacht. Die Kommunalpolitik ist unsere Wiege, wir wissen, wo wir herkommen", so der Landeschef. Das flache Land lasse sich nicht abkoppeln und abschreiben. Die für das Elmau-Treffen verbratenen über 100 Millionen Euro hätte man besser in die Infrastruktur in Oberfranken gesteckt, "dann hätten die Bürger 40 Jahre was davon gehabt".

Die Freien Wähler seien für eine regionale Stromerzeugung und gegen neue Monstermasten sowie für die Wahlfreiheit zwischen G 8 und G 9. Auch gelte es, die Erzieher in Kindergärten und Krippen besser zu stellen und zu bezahlen. "Hier wird an der falschen Stelle gespart, da muss der Rubel rollen", forderte Aiwanger unter dem zustimmenden Beifall. Die den ländlichen Stabilisierungskommunen auferlegte Straßenausbaubei tragssatzung sei eine Erpressung, sagte der FW-Landesvorsitzende.


Auch Bürgermeister gratuliert


Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD) überbrachte die Glückwünsche seitens des Gemeinderats und der Bürgerschaft. Er zollte allen seine höchste Wertschätzung, die in der kommunalen Familie Wirsberg gewirkt haben und es noch tun. Er wünschte den Freien Wählern, dass sie eine tragende Säule der Kommunalpolitik bleiben.

Musikalisch umrahmten der Posaunenchor Wirsberg und Philipp Simon Goletz den Jubiläumsabend.