Das Herz ist nicht nur eine Pumpe, die unaufhörlich Blut in die Hauptschlagader befördert, um den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Das Herz verfügt über ein eigenes Nervengeflecht, es trifft ohne Einbeziehung des Gehirnes eigene Entscheidungen, machte die TV-Ärztin, die sich seit Jahren der Komplementärmedizin als Ergänzung zur Schulmedizin verschrieben hat, klar. Franziska Rubin ist nicht nur Moderatorin, sondern sie hat tatsächlich Medizin studiert. Seit Jahren macht sie sich dafür stark, "Krankheiten zu erkennen" und "selbst in die Hand zu nehmen". "Wer sein Herz versteht, kann vieles auch wieder zurückdrehen", sagte sie bei ihrem Vortrag in Kulmbach.
Franziska Rubin stellt in ihrem neuen Buch das menschliche Herz in den Mittelpunkt. Anfangs ist es so groß wie das Innere einer Walnuss. Mehr als 3,5 Milliarden Mal schlägt ein Herz im Laufe eines Lebens. "Aber wenn der Herzschlag so regelmäßig ist wie das Klopfen eines Spechtes oder das Tropfen des Regens auf dem Dach, dann wird der Patient innerhalb von vier Tagen sterben", warnte die TV-Ärztin und baute damit auf eine jahrtausendealte chinesische Erkenntnis auf, die schon der Arzt Wang Shue verbreitete. Das Herz muss sich ständig wechselnden Bedingungen anpassen, den Rhythmus verändern. Genau das sei ein Zeichen für Vitalität, die die TV-Ärztin.


Andere Symptome

"Frauenherzen schlagen anders, und die Behandlung von Herzerkrankungen bei Frauen ist schwieriger, weil die Symptome bei Frauen oft anderes sind. Frauen klagen bei einem Herzinfarkt oft nur über Übelkeit und Schwindel, dadurch wird später behandelt und zudem erfolgt die Behandlung auch weniger aggressiv", so Rubin. Die TV-Ärztin, die ihr Buch mit einem Expertenteam und mit Komplementärmedizinern zusammengestellt hat, betonte, dass das Herz unter Angst, Trauer und Wut leidet. Glück und Liebe dagegen wirken sich positiv auf das Herz aus. Durch Bewegung und abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung könne das Herz ebenfalls positiv beeindflusst werden.
Bei ihrer Lesung in Kulmbach musste die TV-Ärztin viele Fragen beantworten. Sie riet, negative Gefühle einfach wegzuatmen und proklamierte "Gefäßtraining" durch kalte Güsse. Viele Kulmbacher ließen sich persönliche Widmungen in die Buch-Exemplare schreiben.
Franziska Rubin ist durch ihre Kandidatur bei der TV-Sendung "Herzblatt" zum Fernsehen gekommen, verknüpfte dann ihre medizinischen Kenntnisse mit der Gesundheitssendung "Hauptsache gesund". Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und den drei Kindern in Australien und ist ein gern gesehener Gast bei Talkshows.



Wussten Sie, dass ...

... Frauenherzen schneller schlagen als Männerherzen. Die Frequenz bei Frauen liegt bei 70, bei Männern bei 60 Schlägen pro Minute

... die Herzkrankzgefäße von Männern mehr Verwirbelungen aufweisen. Aus diesem Grund fließt das Blut schlechter als bei Frauen.

... die Pumpfunktion des Herzens bei älteren Männern abnimmt, bei Frauen nach der Menopause allerdings zunimmt.

... Rauchen den Herzmuskel nachhaltig schädigt. Erst nach einem Jahr Abstinenz sinkt das Risiko für eine koronare Herzkrankheit wieder auf die Hälfte eines Rauchenden.

... im Winter Herzinfarkte Hauptsaison haben. Durch die Kälte ziehen sich die Gefäße zusammen, der Blutdruck steigt