Kurz vor 16 Uhr setzte ein 65-jähriger Busfahrer seine Fahrgäste am Dampflockmuseum in Neuenmarkt ab. Ein Glück für die Reisenden, denn der ortsunkundige Mann fuhr dann mit seinem Bus weiter in die Jahnstraße. Trotz Warnschilder erkannte er nicht, dass die Bahnunterführung für seinen Bus zu niedrig ist. Die Folge: Der Bus der Stadtwerke blieb an der Brücke, die nur für drei Meter hohe Fahrzeuge befahrbar ist, stecken.

Auf dem Dach des Fahrzeugs befindet sich ein 2.500 Kilogramm schwerer Erdgastank, welcher sich an der Brücke verkeilte. Der Bus kam weder vor noch zurück. Auf Grund von austretendem Gas, wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und THW alarmiert. Auch die Bundespolizei und der Notfallmanager der Bahn wurden an die Einsatzstelle gerufen.

Vor Ort haben die Retter alles abgesperrt und gesichert, bevor der Gastank dann von einem Mitarbeiter der Stadtwerke kontrolliert abgelassen wurde. Zwar bestand zu dieser Zeit kurzfristig Explosionsgefahr, doch Anwohner mussten keine evakuiert werden. Mit riesigen Lüftern hat die Feuerwehr Neuenmarkt ein Absetzen der Gase verhindert. Erst kurz nach 18 Uhr konnte mit der Bergung des Reisebusses begonnen werden.

Bis 19 Uhr war der Bahnverkehr zwischen Neuenmarkt und Kulmbach komplett gesperrt. Den 65-jährigen Busfahrer erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichem Eingriff in den Schienenverkehr.

Auch der Bürgermeister von Neuenmarkt, Herr Siegfried Decker, machte sich vor Ort ein Bild der Lage und sprach mit den Rettungskräften. Die BRK Bereitschaft Neuenmarkt-Wirsberg war zusammen mit weiteren Kräften aus Stadtsteinach zur Absicherung vor Ort.