Das war für BRK-Kreisvorsitzenden Landrat Klaus Peter Söllner, Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold und Heimleiter Thomas Hammer Anlass, die Bauarbeiter, Heimbewohner und das Personal zu einem Baustellenfest einzuladen.

Klasse Arbeit geleistet

"Es ist bisher alles gut gelaufen. Ich bedanke mich beim Generalunternehmer Kienbaum und den heimischen Firmen, dass sie alles so zügig vorangetrieben und eine klasse Arbeit geleistet haben", betonte Söllner. Der Landrat sieht das Gesamtprojekt als Meilenstein in der Geschichte des Seniorenheims: "Die Generalsanierung dieser Einrichtung ist ein deutliches Bekenntnis, ein Signal für Marktleugast und die übrigen Oberlandgemeinden."

Das Senioren- und Pflegeheim genieße im gesamten Landkreis und darüber hinaus einen sehr guten Ruf, die Küche leiste Hervorragendes und sämtliche Bewohner sowie deren Angehörige seien überaus zufrieden. Das Rote Kreuz versuche Menschlichkeit zu leben. Gerade für den Markt Marktleugast und das Oberland sei eine solche Einrichtung überaus wichtig, könnten doch alt gewordene Bürgerinnen und Bürger wohnort- und heimatnah professionell betreut werden.

In der unmittelbaren Pflege und Hauswirtschaft sind 81 Personen sowie zehn weitere in den ambulanten Diensten und Essen auf Rädern beschäftigt. Insgesamt habe das Bayerische Rote Kreuz allein am Standort Marktleugast im vergangenen Jahr mehr als zwei Millionen Euro an Löhnen bezahlt.

Neue Anforderungen

Nach einer Betriebszeit von mehr als 20 Jahren und nach neuen Anforderungen der Heimmindestbauverordnung müssten umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen erfolgen. Die Gesamtmaßnahme solle in drei großen Blöcken und elf Abschnitten während des laufenden Betriebes durchgezogen werden. Eine besondere Herausforderung seien dabei die Pflege- und Tagesabläufe, die nicht behindert werden sollen. In seiner Eigenschaft als BRK-Kreisvorsitzender bedankte er sich bei den Bewohnern, Mitarbeitern und Nachbarn für das Verständnis während der Bauzeit.

Wie Klaus Peter Söllner erläuterte, sollen im Rahmen der Neubauabschnitte die Bewohnerzimmer im Untergeschoss zu Verwaltungsräumen umfunktioniert werden, um die Pflegeabläufe zu optimieren und eine klarere Trennung von Verwaltung und Wohnbereichen zu erzielen.

Auch energetische Sanierung

Zudem stehen die energetische Sanierung sowie der bereits erfolgte Einbau eines Blockheizkraftwerkes und die Neugestaltung der Außenanlagen an. Zu ertüchtigen ist außerdem der Brandschutz. Die Beleuchtung wird verändert, die Wohnbereiche werden modernisiert.

Der wohl größte Kraftakt wird nach Ansicht Söllners die Sanierung im Bestand, da dabei immer wieder in elementare Gebäudeteile eingegriffen werden muss. Das erfordere sowohl von Planern, Handwerkern, aber auch von den Mitarbeitern ein Höchstmaß an Flexibilität und Verständnis füreinander. Nach dem Abschluss des Gesamtprojektes werden 87 Plätze zur Verfügung stehen.

"Die Baufirmen und -leute haben sich in den zurückliegenden letzten Wochen zusammengeschmiedet und ziehen an einem Strang. Wir liegen sehr gut im Terminplan", sagte Generalunternehmer Matthias Kienbaum.

"Es ist schnell vorangegangen in nur acht Wochen", lobte Bürgermeister Franz Uome. Er dankte dem Bayerischen Roten Kreuz, dass der Standort Marktleugast gestärkt wird. Es sei der richtige Schritt in die Zukunft und auch wichtig für die demografische Entwicklung.

Auch Johann Hofer vom Heimbeirat betonte: Es klappt alles sehr gut.

Alle ziehen mit

Ein Kompliment machten BRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold und Heimleiter Thomas Hammer den Bewohner und Mitarbeitern: "Alle ziehen prächtig mit!"