Unentdeckte Naturräume erwandern und handwerkliche Schätze vergangener Zeiten bestaunen sollen all die, die auf dem neuen Rot-Main-Augen-Weg unterwegs sind, der von Langenstadt (Gemeinde Neudrossenfeld) bis zum Gelände der Landesgartenschau nach Bayreuth führt.

21 Kilometer ist der Spazier- und Wanderweg lang, der die Auen-Natur am Roten Main erlebbar macht. Auf rund 60 thematischen Stelen und Wandtafeln wird Wissenswertes über Parks und Landschaften, über Kräuter- und Barockgärten, den Biber, Storch und Eisvogel sowie über die Kraft des Wassers erläutert. Die Route führt an einer historischen Schmiede und acht Mühlen vorbei, die besichtigt werden können. Vier Mühlen befinden sich im Raum Kulmbach: die Altdrossenfelder Mühle, die Bergmühle und Damm-Mühle in Neudrossenfeld sowie die Mühle in Neuenreuth.


Eine "Völkerwanderung"?

"Auf eine Völkerwanderung" hofft Karla Fohrbeck, die selbst in Neudrossenfeld wohnt und das Projekt federführend für das Bayreuther Planungsbüro KulturPartner umgesetzt hat. Dass die Völkerwanderung einsetzt, das wünscht sie sich nicht nur für die Landesgartenschau (22. April bis 9. Oktober), sondern bereits für das kommende Wochenende. Da wird der Auen-Weg offiziell vorgestellt.


Endstation Kräutergarten

Wer die ganze Strecke abwandern will, hat einiges vor. Diese verläuft ab Bayreuth von der Wilhelminen-Aue (Landesgartenschau-Gelände) entlang des Mains durch die Stadt Bayreuth und weiter vorbei an Heinersreuth, Altenplos und Aichen bis zum "Markgrafenhügel" in Neudrossenfeld. Von dort geht es über Neuenreuth bis nach Langenstadt mit seinem Kräutergarten. Drei Rundwege in Heinersreuth, Neudrossenfeld und Langenstadt erlauben kürzere Spaziergänge. An der "Eröffnungs-Wanderung" am Sonntag um 14 Uhr, die von Dreschenau nach Langenstadt führt, nehmen auch der Neudrossenfelder Bürgermeister Harald Hübner und Landrat Klaus-Peter Söllner teil.


Holzkünstler fertigt Figuren

Am Samstag und Sonntag wird jeweils von 10 bis 16 Uhr ein attraktives Rahmenprogramm geboten. So kann man einen Blick in die Mühlen und Kirchen werfen, an einer Kellerführung in Neudrossenfeld teilnehmen, eine Traktoren-Ausstellung bestaunen oder auch Holzkünstler Michael Schütt über die Schulter schauen. Schütt hat mit seiner Motorsäge aus Baumstämmen die drei Logo-Tiere Storch (Neudrossenfeld), Biber (Bayreuth) und Eule (Heinersreuth) gefertigt, die am Wegesrand stehen. Am Samstag und Sonntag fertigt er Figuren an der Sandsteinbrücke in Heinersreuth.

Dass der Auen-Weg die Landesgartenschau bereichern soll und "der Region darüber hinaus erhalten bleiben wird", stellt Karla Fohrbeck fest.