Aus dem Schulalter sind sie längst raus, aber Gregori feiern sie immer noch gern. Viele ältere Kulmbacher treffen sich zum Senioren-Gregori im Mönchshof-Biergarten. Zum sechsten Mal dazu eingeladen haben der Seniorenbeirat der Stadt und der Mönchshof, und rund 200 Gäste feiern mit und lassen sich von kleinen Regenschauern nicht beeindrucken.
Wie es sich für ein richtiges Gregori-Fest gehört, eröffnen die Senioren den Nachmittag mit einem Festzug durch den Biergarten, angeführt von Fahnenschwenker Uli Wagner und Musiker Ralf Bayerlein, der anschließend zum Tanz aufspielt.
Etliche Gäste haben sich festlich herausgeputzt, Fahnen, luftballongeschmückte Schirme, Blumensträuße und Blumenkörbchen mitgebracht. Manche ältere Dame hatte sich ein Blümchen ins Haar gesteckt, während die Herren Hut oder Revers mit ein paar Blüten dekoriert hatten.
Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Christina Flauder, und Oberbürgermeister Henry Schramm heißen die Gäste herzlich willkommen. Diejenigen, die sich mit Blumenschmuck und Kleidung besondere Mühe gegeben hatten, wurden mit Preisen belohnt.

Rosen aus Nachbars Garten


Schönstes "Madla" ist Marianne Daute. Die 83-Jährige hatte für ihr Blumenkörbchen ihren Garten geplündert. "Blumen gehören zu Gregori, ohne geht's nicht", sagt die Seniorin, die sich gerne an die Gregori-Umzüge ihrer Kindheit erinnert: "Ich hatte immer ein schönes Blumenkörbchen. Von einer Nachbarin bekam ich wunderschöne rote Rosen, von einer anderen weiße Nelken. Das hat wunderbar ausgesehen." Viele schöne Fotos habe sie noch aus dieser Zeit, die sie sich gerne anschaue.
Stolz sei sie als Schülerin der Pestalozzischule damals im Festzug mitmarschiert. "Der Festzug war aber viel länger als heute und führte von der Oberen Schule bis zum Schützenhausplatz."

Mehr zum Senioren-Gregori lesen Sie am Mittwoch in der Bayerischen Rundschau.