Spielmobil, Ferienprogramme, Jugendzentrum oder Saftbar: Der Kreisjugendring Kulmbach hat sich in Stadt und Land einen Namen gemacht. Seine zentrale Aufgabe ist es, Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle zu bieten. Als Dank und Anerkennung für diesen unermüdlichen Einsatz verlieh Landrat Klaus Peter Söllner dem Kreisjugendring am Montagabend im Jugendkulturzentrum "Alte Spinnerei" den "Jugendpreis - Zukunft Kulmbacher Land". Die Auszeichnung würdigt die jahrzehntelangen Verdienste des Kreisjugendrings (KJR).

"Unsere jungen Leute sind die Macher von morgen. Wir wollen die Jugend dazu motivieren, sich mit aktuellen Themen und der Region auseinanderzusetzen. Wir wollen sie in unsere Entscheidungsprozesse einbinden, damit sie auch unsere Standpunkte verstehen", beschrieb Söllner den Grund der Auszeichnung, mit der er sich beim Kreisjugendring für die geleistete Arbeit bedankt.

"Genauso bunt wie die Interessen der Jugend sind, ist das Angebot des Kreisjugendrings", beschrieb Söllner die Palette, die flexibel sei und sich stetig den Bedürfnissen anpasse. Als "Flaggschiff" bezeichnete Söllner die seit vielen Jahren veranstalteten Ferienprogramme. Fahrten, Ausflüge und Freizeiten sorgen für ein erlebnisreiches Programm, das pädagogisch betreut wird. Aushängeschild ist das Spielmobil, das seit 1996 durch den Landkreis tourt und Kinder über 100 Mal im Jahr bei verschiedensten Anlässen unterhält.

Eine weitere bedeutende Einrichtung "mit Modellcharakter und oberfrankenweiter Bedeutung" ist laut Söllner das Jugendkulturzentrum "Alte Spinnerei". Getragen von der Stadt Kulmbach (Gebäude), dem Landkreis Kulmbach (Personal) und dem Kreisjugendring stellt es eine zentrale Anlaufstelle dar. Hier finden Jugendliche Ansprechpartner, Betreuung, Freizeitangebote und Unterstützung in den verschiedensten Bereichen - ob in puncto Schule, Bewerbung oder Familie.

Überzeugen statt verbieten

Der KJR habe es sich außerdem zur Aufgabe gemacht, sich "gegen gesellschaftliche Fehlentwicklungen und Schieflagen" einzusetzen. Beispiele dafür sind Aktionen gegen Politikverdrossenheit, Alkohol- und Drogenmissbrauch und Diskriminierung. Söllner: "Nicht mit dem berühmt berüchtigten mahnenden Zeigefinger, sondern mit guten Alternativangeboten. Nicht verbieten, sondern überzeugen." Das sei die typische Arbeitsweise des KJR.

Als "verlässliche Einrichtung und treuen Partner" sieht die Jugendsprecherin des Landkreises und CSU-Kreisrätin Heike Vogel den Kreisjugendring. "Ich wünsche mir, dass alle fleißigen Menschen, die im Vordergrund und im Hintergrund mitmachen, weiter so motiviert sind", so Vogel, die persönliche Erinnerungen mit der Organisation verbindet - als Teilnehmerin in ihrer Jugend über ihre Funktion als Betreuerin bis hin zur Mitarbeit im Büro des KJR.

"Das spornt uns an", bedankte sich KJR-Vorsitzende Sabine Knobloch für die Auszeichnung. Der Sozialpädagogin ist der Kontakt zu Jugendlichen wichtig. Sie betonte das Netzwerk mit vielen starken Partner und den guten, engen Kontakt zur Politik, die immer "ein offenes Ohr" habe, wenn Unterstützung nötig sei.
"Die Kinder- und Jugendarbeit ist ein Standortfaktor und unverzichtbar für die Zukunft", sagte Florian Karl-David, Vorstandsmitglied des Bezirksjugendringes Oberfranken. "Wir haben uns sehr über den hohen Stellenwert gefreut, den die Jugend im Landkreis Kulmbach hat", so Karl-David.