Der Landkreis könne noch kräftig wuchern mit seiner Natur und seiner Lebensqualität, sagte Kreisvorsitzender Wolfgang Schenker in der Jubiläumsfeier in der Kommunbräu.
"Wir konnten nicht auf alle Fragen eine Antwort geben, zumal die Fragen in immer tiefere Bereiche des Lebens vordrangen und jeder Versuch einer Klärung neue Fragen aufwarf", so Schenker. "Aber wir haben uns eingemischt, wir haben Diskussionen aufgemischt, fast immer haben wir Stellung bezogen, Vorschläge unterbreitet, wir haben gehegt und gepflegt, wir haben mit Aktionen aufgewühlt und eine bunte Vielfalt von Themen beackert."
Die Kreisgruppe stehe für das Abschalten der Atomkraftwerke und die Verteidigung des Atomausstiegs. "Wir haben mit zahlreichen Mahnwachen dafür gestritten", sagte Schenker. Schriftführerin Edith Berg lud zu einer weiteren Mahnwache am 11. März um 18 Uhr auf dem Marktplatz Kulmbach ein.
Die zwei weiteren Säulen seien das Energiesparen und die erneuerbaren Energien. Der Kreisvorsitzende lobte die Arbeit von Sabine Mücke im Umweltbüro. Als Erfolgsgeschichte bezeichnete er die Umweltschule "SchlönZ" mit den Betreuern Sabine Fischer und Oliver Leimenstoll. Schenker dankte dem Landkreis Kulmbach, der die Umweltbildung in einer bayernweit einmaligen Art und Weise unterstützt.
In Schlaglichtern zeigte Schenker dann die Unternehmung auf, die für dieses Jahr geplant sind. Dazu zählt am 5. Mai der "autofreie Sonntag im Weißmaintal".
Landrat Klaus Peter Söllner und Oberbürgermeister Henry Schramm lobten die engagierte Arbeit der Kreisgruppe.
40 Jahre Kreisgruppe Kulmbach des Bund Naturschutz bedeutete auch, die Gründungsmitglieder zu ehren. Dazu hatte man auch ehemalige Vorsitzende und Ortsgruppenvorsitzende sowie frühere Mitstreiter eingeladen. Wolfgang Schenker machte deutlich, dass viele herausragenden Persönlichkeiten die Kreisgruppe gesprägt haben. Er erinnerte dabei besonders an Paul Späth, den er als Motor der frühen Jahre und Mentor der Umweltverbände im Landkreis Kulmbach bezeichnete: "Er, der nie an der Spitze stand, hat so vieles bewegt."
Seit 40 Jahren dem Bund Naturschutz treu sind: Klaus Schellhorn, Rugendorf; Wolfgang Bittermann, Reiner Hamm, Manfred Ströhlein, alle Kulmbach; Gerhard Opel, Wirsberg; Werner Gräbner, Trebgast; Marie-Luise Glaser, Grafengehaig. Als Gründungsmitglieder der Kreisgruppe Kulmbach geehrt wurden auch die Gemeinden Wirsberg, Ködnitz, Presseck, Neudrossenfeld, Ludwigschorgast, Marktleugast, Marktschorgast, Kasendorf, Grafengehaig und Guttenberg sowie der Landkreis Kulmbach.
Der zweite Umweltpreis der Kreisgruppe Kulmbach des Bundes Naturschutz ging an Eleonore Hohenberger. Vorsitzender Wolfgang Schenker überreichte die Auszeichnung in der Hauptversammlung in der Kommunbräu. Schenker zeigte dabei auch anhand von Bildern die zahlreichen Aktivitäten der Kreisgruppe auf. So werde der Amphibienschutz im Landkreis Kulmbach mit einer nicht unerheblichen Unterstützung, auch vom Landesbund für Vogelschutz und vom Landkreis, betrieben. Das genau Ergebnis erläuterte Monika Winkler, die in diesem Bereich seit Jahren federführend tätig ist. Ihr zufolge wurden nicht weniger als 4 893 Kröten sicher über die Straßen gebracht. Über 40 Betreuer und viele Familien helfen mit, um insgesamt zehn Zäune aufzustellen. Zum Nachfolger von zweitem Vorsitzenden Thomas Schmidt wurde Karl-Heinz Vollrath gewählt.
Die Feier wurde von der Gruppe "Weibsblech" musikalisch umrahmt. Rüdiger Baumann zeigte mit seinem "Schauhaufen" das unterhaltsame Stück "Die Vorstandswahl".