Es gibt etwas, das auch mich nervt. Und das sind rote Ampeln. Gerade im Frühjahr stehen die an allen Ecken und Enden, denn: Baustellen überschwemmen den Landkreis und bremsen leider auch mich aus. Ich gehöre zu denen, die wie Kreisrat Veit Pöhlmann (Freie Demokraten) oft ungeduldig werden.

Pöhlmann will nun uns Autofahrern lästige Wartezeiten ersparen. Seine Idee: An Baustellen sollten wie an der Mainbrücke Ampelanlagen aufgestellt werden, die die Restzeit der Rotphase anzeigen.

Ohne Frage: Auch ich finde die Ampel zwischen Katschenreuth und Melkendorf klasse. Wenn sie vor mir auf Rot schaltet und ich weiß, dass ich fast zwei Minuten warten muss, schalte ich die Zündung aus. Gelegentlich werfe ich einen Blick auf die Anzeige, die mir verrät, wann ich den Motor wieder starten muss. Schade nur, das ein festes Zeitprogramm installiert ist, dass eine verkehrsabhängige Schaltung nicht möglich macht.

Aber wollen wir nicht motzen: Die Ampel ist ein Gewinn. Ob sich durch ihre visuelle Information meine Leidenszeit verkürzt, bezweifle ich aber, denn: ob mit oder ohne Zeitanzeige - zwei Minuten dauern selbst an der Mainbrücke zwei Minuten.

Sich über die Wartezeit zu ärgern, das bringt übrigens nichts. Das habe ich schon als Grundschüler gelernt. Wie hieß es doch in der Verkehrsschule? Losfahren darf man erst, wenn die Ampel grün ist.