Ein spektakulärer Kriminalfall hält die Kulmbacher Partnerstadt Saalfeld in Atem: Über Ostern brachen unbekannte Täter in das Rathaus der thüringischen Stadt ein und richteten einigen Sachschaden angerichtet. Die Verwaltung war zwei Tage für den Publikumsverkehr geschlossen. Erst seit Donnerstag, nachdem die Ermittler der Polizei vom Tatort abrückten, herrscht wieder Normalbetrieb.

Nach Angaben der Saalfelder Polizei wurden 20 Büroräume verwüstet. Zum Teil brachen die Täter, die über ein Fenster des Ratskellers eindrangen, ganze Türen aus ihrer Verankerung heraus. Büros wurden durchwühlt und Schränke aufgebrochen. Am Tresor scheiterten die Einbrecher. Dessen schwere Türen ließen sich gewaltsam nicht öffnen.

Bürgermeister Graul: Nicht viel zu holen

Der Einbruch wurde am Dienstagmorgen entdeckt. Der Saalfelder Bürgermeister Matthias Graul (parteilos) war fassungslos. Es müsse doch klar sein, dass es in einem Rathaus nicht viel zu holen gibt.

Nach den Erkenntnissen der Polizei liegt der Sachschaden bei zirka 5000 Euro. Der Entwendungsschaden dürfte geringer sein. Eine Polizeisprecherin sagte, dass die Täter einen Laptop, eine Kamera, einen Radio und Stadtmedaillen mitnahmen. Bargeld dürfte ihnen nicht in die Hände gefallen sein, "höchstens eine Kaffeekasse".

Die Einbrecher befinden sich nach wie vor auf freiem Fuß. Die Polizei setzte auch einen Fährtensuchhund ein, der ihre Spur verfolgte, diese jedoch in der Innenstadt verlor.