Fast täglich proben derzeit die Buschklopfer Eberhard Einwag, Thomas Märkl, Chris Landendörfer, Rosi Walther und Gabi Olbrich auf der Bühne im Kinder- und Jugendkulturzentrum "Alte Spinnerei". Denn es sind nur noch wenige Tage, bis das Weihnachtsstück "Weihnachten im Märchenland" aufgeführt wird.

Regisseur Georg Mädl stürzt auch zwischendurch mal auf die Bühne, zieht dem Nikolaus die Mütze lang. Mit Spaß, versteht sich. Allerdings muss jedes kleine Detail sitzen. Da kennt Mädl kein Pardon.

Premiere am 1. Advent

Das Weihnachtstück, das die Buschklopfer traditionell am ersten Advent für Kinder zwischen vier und 14 Jahren aufführen, wird in diesem Jahr zum ersten Mal im Kinder- und Jugendkulturzentrum gezeigt.

Alles dreht sich um den Weihnachtsmann (gespielt von Eberhard Einwag). Er hat sich den Fuß verstaucht, kann auf keinen Fall die Geschenke ausliefern. Faul sitzt er in seinem Sessel und legt das Bein hoch.

Wettbewerb im Märchenland

Daraufhin hat Frau Holle (Gabi Olbrich) die Idee, einen Wettbewerb im Märchenland auszurufen.

"Lampenfieber habe ich schon. Doch, doch", sagt Gabi Olbrich offen und ehrlich und zwängt sich in ihr üppiges Kostüm, das ihr locker und leicht fünfzig Kilo mehr auf die Rippen zaubert. Bislang sie bei den Buschklopfern immer nur bei den Stadtführungen mitgewirkt. Auf einer Bühne zu stehen, ist für sie etwas anderes.

Und dann findet dieser Wettbewerb, den Frau Holle vorgeschlagen hat, tatsächlich statt. Thomas Märkl und Chris Landendörfer zeigen bei diesem Wettbewerb einen wahren Kostümreigen.

Denn sie schlüpfen in die Rolle des tapferen Schneiderleins, des bösen Wolfes, des Froschkönigs, des gestiefelten Katers. Und Hans im Glück ist auch noch mit von der Partie.

"Der Reiz bei diesen vielen Rollen ist natürlich, die Kinder zu begeistern. Man kann auch mal was ausprobieren", sagt Thomas Märkl und freut sich schon riesig auf seine Auftritte in immer neuen Verkleidungen.

Chris Landendörfer geht es nicht anders. "Ich habe ja selbst drei Kinder - und die jüngeren freuen sich schon." Und natürlich muss so ein Weihnachtsstück auch ein bisschen Action und Witz haben., damit es richtig ankommt.

Böse Hexe darf nicht fehlen

In dem Weihnachtsstück spielt auch noch eine böse Hexe mit - dargestellt von Rosi Walther. "Das ist eine absolut tolle Rolle, ich bin begeistert. Eigentlich ist das meine Traumrolle. Ich darf mal so richtig böse sein und so richtig dreckig lachen", verrät Rosi Walther. "Ich hasse Liebe, Glück und vor allem Weihnachten", sagt Rosi Walther und setzt schon wieder ihr böses Hexenlachen auf.

Doch irgend wie wird schon noch alles gut werden, ist sich Regisseur Georg Mädl sicher.

Das Märchenstück wird übrigens am Sonntag, ersten Advent, um 15 Uhr im Kinder- und Jugendkulturzentrum "Alte Spinnerei" für die Öffentlichkeit gezeigt. Und dann werden die Buschklopfer noch vier weitere Vorstellungen in verschiedenen Schulen geben.

Karten für das Theaterstück gibt es bei Schreibwaren Hofmann in der Melkendorfer Straße 9 und 11 (Telefon 09221/ 75789)