"Ich freu' mich schon auf die neue Aufgabe und bin darauf gespannt", sagt Anita Schwappach und hat es nicht bereut, über fast neun Monate hinweg einmal pro Woche nochmals die Schulbank gedrückt zu haben. Während ihre beiden Mädchen den Kindergarten in Marktleugast besuchten, büffelte die 33-Jährige Themen wie Recht, Hygiene, Kommunikation, Beschäftigung, Hauswirtschaft, Ernährung, Krankheitslehre, Behandlungspflege und - ganz wichtig - Medikamentenlehre.

Zweistündige Abschlussprüfung


Die zweistündige Prüfung vor wenigen Tagen war, wie sie sagt, "genauso wie die Ausbildung selbst sehr praxisnah". Und das empfand sie als hilfreich. Antworten nach dem Schema Multiple Choice? Fehlanzeige!

Wie sieben andere Frauen und ein männlicher Kollege hatte sich Anita Schwappach entschlossen, aus ihrem Beruf mehr zu machen. Die Neuensorgerin, die bislang für den Untersteinacher Pflegedienst "Daheimsein" im Minijob als Haushalts- und Pflegehelferin im Einsatz war, wird sich als Hauspflegekraft (inklusive der Ausbildung als Betreuungsassistin und Pflegehelferin in der Behandlungspflege) künftig noch intensiver und umfassender um alte Menschen kümmern können. Und mehr Geld verdienen, ohne sich von dem für sie so wichtigen Teilzeitmodell verabschieden zu müssen.

Mehr zu dem Thema findet sich in der Samstagsausgabe der Bayerischen Rundschau.