Aus der Vogelperspektive wird erst richtig deutlich, welche Dimension die neue Rotmainbrücke hat. Mit 38 Metern Länge und 11,60 Metern Breite zwischen den Geländern ist es ein gigantisches Bauwerk. Die alte Sandsteinbrücke, die im Zuge des Umgehungsbaus ersetzt wird, wirkt mit 28 Metern Länge und 5,60 Metern Breite zwischen den Brüstungen im Vergleich dazu geradezu mickrig.

Mit der neuen Brücke wird ein Nadelöhr auf der Staatstraße 2190 zwischen Melkendorf und Katschenreuth beseitigt. Ein Passieren im Gegenverkehr wird dort bei einer Fahrbahnbreite von acht Metern künftig problemlos möglich sein.


130-Tonnen-Kran

In diesen Tagen wird das Brückenbauwerk winterfest gemacht. Die Betonbauarbeiten des Rohbaus sind abgeschlossen. Jetzt wurde das Traggerüst aus Stahl abgebaut, das die Schalung getragen hat. Dabei war in dieser Woche ein großer 130-Tonnen-Autokran im Einsatz.

Im Frühjahr wird die Baufirma Streicher aus Jena die Brücke abdichten und den Fahrbahnbelag mit Kappen und Geländern herstellen. Schon im Sommer soll der Verkehr über das neue Bauwerk geleitet werden, wie Bauoberrat Siegfried Beck vom Staatlichen Bauamt in Bayreuth erläutert. Über Rampen wird die Brücke an die Staatsstraße 2190 angeschlossen.


Elf Millionen Euro

1,25 Millionen kostet allein der Brückenbau, die gesamte Umgehung verschlingt elf Millionen Euro an reinen Baukosten. 2,5 Millionen Euro sind schon 2014 verbaut worden. Da war auf knapp 500 Metern Länge das erste neue Straßenstück von Katschenreuth bis zur Mainbrücke errichtet worden.


Auch Umgehungsbau startet

Im kommenden Jahr wird laut Siegfried Beck nicht nur die Brücke befahrbar sein, sondern auch die Ferngasleitung umgelegt. Mit dem Bau der eigentlichen Ortsumfahrung von Melkendorf soll ebenfalls begonnen werden. Deren Fertigstellung ist 2017 geplant.