Armin Pfreundners große Sammelleidenschaft sind Faksimile. Das sind originalgetreue Nachahmungen von historischen Büchern, vor allem aus dem Mittelalter. Vom 6. Mai bis zum 30. September 2012 sind rund hundert Werke aus seiner Sammlung und der seines verstorbenen Bruders jeden Sonntag von von 13.30 Uhr bis 16.30 im Stiftskirchenmuseum Himmelkron zu besichtigen. "Ich habe Armin Pfreundner gefragt, ob er seine Privatsammlung ausstellen möchte", sagt Reinhard Stelzer, der Leiter des Stiftkirchenmuseums. Er glaubt, dass das Museum damit eine der größten Ausstellungen von Faksimiles aus Privatbesitz innerhalb Deutschlands zeigt.
Armin Pfreundner hat über viele Jahre eine große Anzahl an historischen Büchern zusammengetragen. Seit Mitte der 70-er Jahre kauft der pensionierte Lehrer Bücher mit Goldverzierungen, auf deren Seiten Buchmalereien oder Schriftzeichen aus vergangenen Zeiten abgedruckt sind. "Mich fasziniert der Wandel der Buchformen und die vielfältigen Inhalte", sagt der Sammler.
Die Arbeit in einem Institut, das alt- und mittelhochdeutsche Schriften herausgegeben hat, war es, die die Sammelleidenschaft entfachte. Kurz nach seinem Studium hatte Pfreunder dort gearbeitet. "Wir haben damals Exkursionen gemacht, und dadurch habe ich seltene Handschriften kennen gelernt. Anschließend habe ich auf Buchmessen die Stände von Verlagen besucht, die Faksimile herausgeben", erzählt der Sammler.
Viele von Armin Pfreundners mittelalterlichen Büchern sind kirchliche Werke, aber der begeisterte Sammler hat auch weltliche Bücher in seinem Bestand, die von Astrologie handeln oder in denen Rezepte aufgeschrieben wurden. Auch das ist für Pfreundner interessant, denn er findet das Mittelalter eine faszinierende Zeit.