Es ist eine erfreuliche Nachricht: Die "Alte Feuerwache" wird wohl am kommenden Freitag wieder geöffnet. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter, der Bayreuther Rechtsanwalt Ulrich Graf, mit, der das "Feuerwachen"-Team gestern zu einer Personalversammlung einbestellt hatte.

Es sei das Ziel, die Gaststätte wieder zum Laufen zu bringen, stellte Graf fest. Man werde Anfang der Woche das Gespräch mit der Kulmbacher Brauerei und Lieferanten suchen und wolle das Lokal am Ende der Woche wieder aufsperren. Die Bereitschaft des etwa 25 Mitarbeiter starken Teams, mitzuziehen, sei groß. "Das ist bei der Personalversammlung deutlich geworden", so der vorläufige Insolvenzverwalter, nach dessen Worten auch die Gesellschafter Otto Krug und Günther Geuther mit im Boot sind.


Krug ist positiv gestimmt

Otto Krug, der mit seinem Kompagnon am Montag für die "Alte Feuerwache GbR" beim Amtsgericht Bayreuth die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt hatte, zeigte sich gestern Abend positiv gestimmt. "Vielleicht ist das ja auch eine Chance", sagte Krug, der dem Insolvenzverwalter bei der Organisation das Gastronomiebetriebes zur Seite stehen, sich gegebenenfalls auch an den Tresen stellen wird. Erfreut zeigte er sich darüber, dass das Personal der "Wache" die Stange hält. Die Mitarbeiter, unter denen viele Teilzeitkräfte sind, erhalten in den nächsten drei Monaten Insolvenzgeld.

Wie es langfristig weiter geht, darüber macht sich Krug noch keine Gedanken. "Wir müssen jetzt zusammen mit dem Insolvenzverwalter einen Schritt nach dem anderen machen", sagte der Mitinhaber.

Auch Ulrich Graf wollte gestern keine längerfristige Prognose abgeben. "Dazu ist es noch zu früh", erklärte er. Man wolle nun erst mal wieder Gäste ins Lokal bringen. Es sei das Bestreben, die "Feuerwache" rechtzeitig vor der Bierwoche zu öffnen. "Denn das ist ja eine umsatzstarke Zeit. Und es wäre ja auch schade für Kulmbach, wenn da in dem Lokal die Lichter aus blieben."