Der Gemeinderat gab dafür einstimmig grünes Licht. "Wir haben uns schon lange Gedanken gemacht, den Wunsch der Kids zu erfüllen", sagte Bürgermeister Dieter Schaar (FW). In der Aprilsitzung sei der grundsätzliche Beschluss für das Vorhaben gefasst worden. Jetzt könne er umgesetzt werden, weil die Voraussetzungen passen. "Das Warten hat sich gelohnt."

Den Auftrag mit einem Kostenvolumen von rund 27.000 Euro bekommt die Firma Black river aus Schwarzenbach/Saale, deren Geschäftsführer Martin Ehrenberger das Projekt in der Sitzung vorstellte. Demnach wird auf einer Fläche von rund 250 Quadratmetern unterhalb des Schulparkplatzes bis in die Nähe des Weihersbaches die Skateranlage ihren Platz haben, ohne Störung der Nachbarn. Der Fachmann: "Wir machen das nach einem neuen Verfahren mit einer organischen Betonschicht von zehn Zentimetern Dicke, die sehr lange haltbar und lärmmindernd ist. Sie benötigt auch keine Pflege, außer dass Laub und Dreck weggekehrt werden müssen. Sie ist aus einem Guss und kann auch mit Fahrrädern oder Inline-Skatern befahren werden."

Die Anlage sei so konzipiert, dass die Nutzer, egal ob jung oder alt, echten Spaß haben. Es würden keine schwierigen Passagen eingebaut, "es ist eher ein Flower-Park für die sanfte Bewegung und zum Kreise ziehen", erläuterte Ehrenberger. Eine Halfpipe oder Ähnliches sei nicht vorgesehen, denn das Springen aus einer Höhe bis zu vier Metern sei die Formel 1 des Skateboardens. "Da gibt es in Deutschland nur wenige, die das können. So etwas muss in Neudrossenfeld nicht sein." Dafür habe die Anlage Curbs, Pyrahips, Quaters und Speedpumps, alles kleine Elemente, die Fahrvergnügen bereiten.

Das Gremium ließ sich von diesen Ausführungen überzeugen. Bürgermeister Schaar wies noch darauf hin, dass eine Installation mit der üblichen Teerdecke und Einzelgeräten teuerer käme. Gleichfalls könne man den Bauhof einsetzen und die derzeitigen Erdbewegungen am Parkplatz vorteilhaft einbinden.

Vorbehalte hatte stellvertretender Bürgermeister Helmut Erlmann nur dahingehend, dass sich genügend Jugendliche für die Anlage interessieren. Die Mehrheit der Ratsmitglieder war sich jedoch sicher, entsprechendes Interesse zu wecken.

Alfred Wild bohrte nach, wie es sich mit der Haftung verhalte. "Nicht anders als auf öffentlichen Spielplätzen", antwortete Ehrenberger.
Silvia Eichner machte sich Gedanken darüber, inwieweit sich das Gelände verändern wird. Verwaltungsleiter Rainer Schimpf beruhigte sie: Es werde ein Wall aufgeschüttet, der begrünt werde, so dass die jungen Leute das Gelände etwas abgeschirmt für sich haben. Eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes gebe es nicht.
Nach der Diskussion bilanzierte Jugendbeauftragte Manuela Stöcker: "Das ist die beste Lösung". Auch Michaela Schirmer meinte, "wir sollten zuschlagen". Es folgte das einstimmige Ja des Gremiums.