Was tun, wenn es brennt? Na klar, man ruft die Feuerwehr. Diese mutigen Männer und Frauen sind, vor allem in ländlichen Regionen, Freiwillige. Um neue Ehrenamtliche anzuwerben und auch um den Ernstfall zu proben, startet am 19.September die Aktionswoche des Landesfeuerwehrverbandes Bayern e.V.

Dieses Jahr steht alles unter dem Motto "Frauen zur Feuerwehr". Wie der Name schon verrät, soll es vor allem darum gehen, mehr Frauen für die Freiwillige Feuerwehr zu begeistern. Momentan sind von den 3800 Aktiven im Landkreis gerade einmal 480 weiblich. "Unsere Feuerwehrfrauen arbeiten Schulter an Schulter mit ihren männlichen Kollegen und werden ihren Aufgaben uneingeschränkt gerecht," betont Kreisbrandrat Stefan Härtlein. Unterstützt wird die Kampagne von Feuerwehrfrauen aus ganz Bayern, die in unterschiedlichsten Funktionen in einer Freiwilligen Feuerwehr mitarbeiten.

"Angst vor körperlicher oder psychischer Überbelastung braucht man nicht zu haben," erklärt Härtlein. Die Kommandanten würden darauf achten, dass niemand seine Grenzen überschreiten muss.

"Sich bei der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren, ist eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung," sagt Härtlein. Auch die Familie komme dabei nicht zu kurz. "Wir haben viele Veranstaltungen, bei denen die ganze Familie kommen kann". Wer erst einmal wissen will, wie so ein Feuerwehreinsatz abläuft bevor er selbst aktiv wird, der kann sich vom 19. bis 23. September verschiedene "Brandsituationen" im Landkreis Kulmbach ansehen. Übungen sind angesetzt in Kulmbach, Mainleus, Lösau, Unterzettlitz und Schirradorf. In Stadtsteinach und Umgebung ist kein Probe-Einsatz geplant. Dort wurde vor zwei Wochen bereits ein Großeinsatz simuliert. "Mögliche Einsätze sollen realistisch geprobt werden," erklärt Kreisbrandinspektor Siegfried Zillig. Dabei gehe es sowohl darum, den Ernstfall zu proben, als auch zu zeigen, wie gut und schnell die einzelnen Koordinationsstellen und Feuerwehren zusammenarbeiten.

"Wir haben etwa 100 Freiwillige im Einsatz, die von circa 13 Standorten kommen". Noch dazu kommen beispielsweise Helfer vom THW und Statisten, die "gerettet" werden müssen.

Um den Menschen zu zeigen, wie solche Einsätze ablaufen und um neue Mitglieder zu finden, sind einige dieser Übungen öffentlich. Besucher sind ausdrücklich erwünscht. "Die Bevölkerung soll die Möglichkeit bekommen, so nah wie möglich bei einem Feuerwehreinsatz dran zu sein und zu sehen, wie wir arbeiten," erklärt der Brandschutzinspektor.

Um Ernstfälle realistischer darzustellen, gibt es zusätzlich zu den öffentlichen "Bränden", geheime Simulationen. "Diese Übungen können wir natürlich nicht ausschreiben, da auch die Feuerwehrleute unvorbereitet an den Ort des Geschehens kommen sollen," sagt Zillig.

Wer gerne selbst zur Feuerwehr möchte, kann sich beim zuständigen Kommandanten, oder bei Siegfried Zillig melden.


Die Aktionen

Hintergrund
Es geht darum, gleichzeitig den Ernstfall zu proben und neue Mitglieder für die Feuerwehr anzuwerben. Dafür werden verschiedene Brand-Fälle mit Rauch, Statisten, usw. simuliert.

Termine Vom 19. bis 23.September werden an verschiedenen Orten Einsätze nachgestellt.

19.9. Lösau, Einsiedel Wohnhaus, 15.40 Uhr und Ebersbach, 16 Uhr

20.9. Mainleus, Spinnereistraße 7, 9 Uhr

21.9. Kulmbach, Real-Markt, 19.40 Uhr

22.9. Flugplatz Kulmbach, 19.20 Uhr

23.9. Ober-/ Unterzettlitz, Unterzettlitz 2, 18.40 Uhr und Schirradorf, Familie Nicklas, 19 Uhr