Mit Stephan Otte präsentiere die FDP Kulmbach, so Kreisvorsitzender Thomas Nagel, einen Wunschkandidaten. Er könne der liberale Themen auch jungen Wählern in Kulmbach, Lichtenfels und Bamberg Land verständlich und glaubhaft vermitteln.
Nagel kündigte an, dass die FDP am kommenden Mittwoch die Landtags- und Bezirkstags-Kandidaten für den Stimmkreis Wunsiedel/Kulmbach im Fichtelgebirgshof in Himmelkron nominieren wird.
Auch wenn Umfragen nur Momentaufnahmen sind, so sei es ein außerordentlich gutes Zeichen, dass die FDP Bayern in den neuesten Umfragen von SAT 1 bei 5 Prozent liegt, sagte der Kreisvorsitzende. Ein knappes Jahr vor der Bundestags- und Landtagswahl hätten die Menschen - nach Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen - auch in Bayern erkannt, dass die FDP Motor und Korrektiv ist. Nagel: "Nur ein starke FDP ist der Garant gegen ein links-beliebige Mehrheit aus SPD, Grünen und Freien Wählern unter der möglichen Duldung der Piraten." Allerdings dürfen sich die FDP vom Auf und Ab bei den Meinungsumfragen nicht vom liberalen Kurs abbringen lassen.
Es dürfe nicht die Frage sein, ob die FDP in den Bundestag und den bayerischen Landtag kommt, sondern mit wie viel Prozent. Bayern habe zwei erfahrene FDP-Minister. Und kein Wirtschaftsminister sei so oft in Kulmbach wie der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil, und kein Wissenschaftsminister habe sich so für den Hochschulstandort Oberfranken eingesetzt wie Staatsminister Wolfgang Heubisch.
Zu den hohen Energiekosten ("das Brot des 21. Jahrhunderts") sagte Nagel: "Strom darf kein Luxusgut werden." Die Belastbarkeitsgrenze von Wirtschaft und Endverbraucher sei endgültig überschritten. "Wir fordern deshalb ein schnelles Handeln, das bereits kurzfristig zu Entlastungen für die Verbraucher führt."
Ein weiteres Thema war die Gesundheitspolitik. Die Techniker-Krankenkasse wolle ihren Versicherten im kommenden Jahr eine Beitragsrückerstattung gewähren. Das sei der Schritt in die richtige Richtung, sagte Nagel und forderte, "endlich die völlig überflüssige Praxisgebühr abzuschaffen"