Eine ganze Reihe von Einrichtungen hatte am Nachmittag von 13 bis 17 Uhr ihre Türen geöffnet. So auch in Neuenmarkt die Biogasanlage am Ende der Austraße und das Hackschnitzelheizwerk in der Dorfstraße. Geschäftsführer Klaus Zahner den interessierten Besuchern nicht nur das Heizwerk, sondern auch das von der Wärmeversorgung Neuenmarkt GmbH aufgebaute Nahwärmenetz, an dem unterem das Deutsche Dampflokomotiv-Museum, der Edeka-Einkaufsmarkt und der Seniorenpark "Rosengarten" angeschlossen sind.

Jeder kann Produzent sein

"Heute kann jeder von uns direkt vor seiner Haustür auf vielfältige Weise Produzent von Energie sein und so die Energiewende aktiv mit gestalten", betonte Zahner, nach dessen Meinung die Energiewende weiterhin eines der wichtigsten Themen sein wird. Jeder verbrauche täglich Energie, deren Erzeugung gehe alle an. Die Region Oberfranken sei aufgrund ihrer außergewöhnlichen Vielfalt reich an Möglichkeiten zur Erzeugung regenerativer und umweltfreundlicher Energien. Zahner: "Letztlich haben die Bürger alle Instrumente in der Hand, eine auf mehreren Säulen basierende Energiewende vor Ort umzusetzen."

Die Initiative zum "Tag der erneuerbaren Energien" war vom Verein Energievision Frankenwald ausgegangen, der sich seit Jahren für eine nachhaltige Entwicklung des Naturparks Frankenwald im nördlichen Bayern einsetzt. Durch das Engagement des Vereins weist diese Region eine enorm hohe Dichte an Bioenergiedörfern auf, die bundesweit einzigartig ist.

Neun Orte wollen Selbstversorgung

Nicht weniger als neun Orte in Oberfranken sind auf Initiative des Vereins und mit Hilfe einer aktiven Bürgerschaft auf dem Weg zu einer auf erneuerbaren Energien basierenden, autarken Energie-Selbstversorgung. Die Frankenwald-Region hat bei der Umsetzung der Energiewende somit bereits eine Vorreiterrolle übernommen.