Wir erinnern uns an einen 28. Februar vor zig Jahren, als wir bei knapp 20 Grad Celsius und herrlichstem Sonnenschein ein Seidla Bier vor einem Brauereigasthof in der Fränkischen genossen. Doch jetzt, Ende Februar 2016, fällt doch tatsächlich noch einmal Schnee. Und es gibt Nachtfrost.

Des Winters letzte Zuckungen freut die Klamotten-Geschäfte, die ihre Restbestände an Daunenjacken im Schlussverkauf aus den Regalen kriegen wollen. Und die Salz-Fetischisten, die ihre Restbestände auf den Asphalt schleudern können. Salz ist halt im Gegensatz zu Split so schön praktisch. Schließlich muss man nach dem Glatteis nix mehr zusammenkehren. Dass Pflanzen und Tiere unter dem Salz leiden? Wen juckt's.

Dabei sehnen sich doch alle nach Frühling. In den Baumärkten grünt und blüht es bereits, in den Supermärkten ist längst Ostern befohlen. Und auch die Fußballer scharren mit den Hufen. Die ersten Punktspiele 2016 im Kreis Kulmbach sind am Wochenende geplant, ausnahmslos Nachholspiele. Doch wahrscheinlich müssen viele davon wegen der anhaltenden Winter-Witterung wieder verschoben werden - genauso wie das erste Biergarten-Seidla im neuen Jahr.