Vom Platz vor dem Rathaus stürzten sich die Skater bergab Richtung "Schwarzes Ross". Mit wendigen Bewegungen drückten die Skater die Slalomstangen zur Seite - wie Rosi Mittermaier in ihren besten Zeiten. "Die Stöcke sind dazu da, dass man die Slalomstangen wegdrücken kann", erklärte Christa Kraus (19).

Echte Leidenschaft

Die Arracherin hat mit vier Jahren angefangen zu inlinern. "Ganz normal, mit billigen Inlinern aus dem Aldi", erzählt sie. Inzwischen ist sie 19 und kriegt mit ihren Highspeed-Skates bergab locker mehr als zwanzig Stundenkilometer drauf. Für die 19-Jährige ist das Inlinern eine echte Leidenschaft geworden.

Marianne Renke vom TSV Presseck möchte in Zukunft Presseck zu einer Inline-Hochburg machen. "Es wäre doch schön, wenn man so was bei uns trainieren könnte und wenn die Straßen so wären, dass sie keine Schlaglöcher hätten und man den Sport richtig toll ausüben könnten", sagt Renke.

Für die Besucher, denen die Skater zu rasant waren, gab es beim Georgimarkt jede Menge anderer Dinge zu sehen: Die Traktor freunde aus Reichenbach und aus Altenplos zeigten ihre Schätzchen. Praktisch wurde es bei den Vorführungen von An dreas Vogler und der Waldbesitzervereinigung auf dem Platz oberhalb des Friedhofes.

Beeindruckende Showtänze

Die SPD hatte eine Fahrradbörse zum Markt beigesteuert. Und richtig heiß her ging es dank der gymnastisch begabten Damen aus dem Oberland. Denn sowohl die Crazy Dancers und Mini Crazy Dancers vom TSV Presseck als auch die Damen des ATS Wartenfels beeindruckten mit Showtänzen.

"Hauptsache das Wetter hält noch und es bleibt trocken", hoffte indes Bürgermeister Siegfried Beyer (CSU) und genoss selbst den Trubel im Markt Presseck. Er freute sich über den Ansturm in seiner Gemeinde. "Wir haben in diesem Jahr einen Markt der Vielfalt. Die Vereine aus Presseck und Wartenfels haben alle mitgemacht", freute sich Beyer über den Zusammenhalt.

Auf dem Georgimarkt gab es Blumen und Pflanzen, Schönes und Nützliches, Deko und Kleidung - und natürlich auch viele Leckereien wie Honigprodukte, Kerzen oder Spezialitäten aus der Region. Und die Kinder versüßten sich den Tag mit gebrannten Mandeln und Zuckerwatte. "Zuckerwatte gehört dazu. Das muss ein", schwärmte Fritz Bodenschatz. Und sein Freund Leon Krügel konnte ihm nur beipflichten.