Mit großem Getöse ist die Abbruchfirma Plannerer aus Pullenreuth auf dem Stadtsteinacher Schulgelände angerückt. Nicht wie geplant erst nach den Osterfeiertagen, sondern noch vor Ostern - am Gründonnerstag - hat das Abbruchunternehmen den Übergang zwischen dem Stadtsteinacher Schulgebäude und der Turnhalle platt gemacht. In wenigen Stunden waren vom Übergang, durch den Generationen von Schülern trockenen Fußes zum Sport gelangten, nur noch Scherben und Bruchstücke übrig. "Das war eine Osterüberraschung", gab selbst Bürgermeister Roland Wolfrum zu. Denn eigentlich wollte das Abbruchunternehmen erst am Dienstag nach Ostern mit den Abbrucharbeiten beginnen.

Dass das Abbruchunternehmen einen Frühstart hingelegt hat, war jedoch kein Problem. Im Gegenteil. Denn die Vorarbeiten waren getätigt. "Wir haben schon im Vorfeld die Leitungen kappen lassen, Manfred Ott hat den Strom abgeklemmt", erklärte der Stadtsteinacher Bürgermeister.


Alles wird wieder verwertet

Tatsächlich ist der Zeitplan für den Abbruch eng bemessen. Denn bis Ende der Osterferien sollen alle Überreste des einstigen Überganges entfernt werden. "Das ist für uns ein kleiner Auftrag, wir sind doch mit der Baustelle schon fast fertig", sagt Martin Plannerer und ist zuversichtlich, dass bis Mittwoch fast alles geschafft ist. Am Donnerstag steht dann schon die Tonnage der Überreste fest. Das Abbruchunternehmen, das auch die Beseitigung der Überreste des Paul-Gerhardt-Kindergartens in Kulmbach übernommen hat, ist mit einem Baggerfahrer, einem Helfer und zwei Lkw-Fahrern vor Ort. "Wir versuchen, auch bei der Beseitigung des Überganges nahezu alles wieder zu verwerten", erklärt Martin Plannerer selbst. Deshalb werden die Überreste des Überganges nach Metall, Bauschutt, Dämmung, Dachpappe, Styrophor und vor allem nach Glas getrennt sortiert. "Der große Glasanteil wird der Wiederverwertung zugeführt - daraus wird wieder Glas gemacht", so Plannerer.

"Wir wollen, dass ab Montag wieder alles seinen gewohnten Gang gehen kann, dass die Turnhalle wieder für Vereine und für den Schulsport nutzbar ist und dass die Beeinträchtigung des Schulbetriebes so gering wie möglich gehalten wird", erklärt der Stadtsteinacher Bürgermeister den engen Zeitplan. Dass das klappt, ist sicher, so der Chef des Abbruchunternehmens.


Abriss kostet 20.000 Euro

Rund 20.000 Euro kostet allein der Abbruch des Überganges. Nötig ist der Abbruch, um das Baufeld für die neue Turnhalle frei zu machen. "Es wird natürlich während der gesamten Neubaumaßnahme zu Behinderungen und zu Beeinträchtigungen kommen. Aber das ist nun einmal unvermeidbar", erklärt Wolfrum. Wenn die eigentlichen Bauarbeiten für die neue Turnhalle beginnen, wird der Pausenbereich selbstverständlich vom hinteren Bereich der Schule nach vorne verlagert - dort, wo die Brunennanlage steht. "Das hat sicherheitstechnische Gründe", so Wolfrum.

"Wir wollen auf jeden Fall die alte Halle so lange stehen lassen, bis die neue fertig ist - das ist im Idealfall im Herbst 2017 der Fall", so Bürgermeister Roland Wolfrum. Und erst danach beschäftigt sich der Stadtrat Stadtsteinach mit dem Abriss der alten Turnhalle. "Wie schnell wir dann den Abbruch angehen, das hängt auch von unserer finanziellen Leistungskraft ab. Denn den Abbruch müssen wir ja zu hundert Prozent selber finanzieren", so der Stadtsteinacher Bürgermeister.