Kinderschminken, Gummibänderknüpfen und Luftballontiere machen - das war nur ein Teil des vielfältigen Angebots, das anlässlich des Herbstfestes im Rehbergheim geboten wurde. "Schade, dass das Wetter heute nicht mitspielt und wir nicht draußen sitzen können", sagte Friederike Ködel, die Einrichtungsleiterin, "aber das tut dem Feiern letztendlich keinen Abbruch." Viele der Besucher kennen nämlich das Herbstfest bereits aus den vergangenen Jahren und kehren gerne nach einem ausgedehnten Spaziergang dort ein, "weil sie wissen, dass es bei uns reichlich Kaffee und guten Kuchen gibt".

Tombola, Loops und Flohmarkt

Im Rehbergheim, einem Internat für geistig und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche, wohnen derzeit 16 Bewohner im schulpflichtigen Alter, und sie alle haben auf das Fest hingefiebert. Einige warteten am Sonntag ungeduldig auf ihre Angehörigen, wieder andere stürzten sich auf die Tombola, bei der es keine Nieten gab, oder sie beteiligten sich an Bastelaktionen. Der 10-jährige Florian ließ sich beispielsweise als Indianer schminken, und Andre Schuster ließ sich in die Kunst des Gummibänderknüpfens einweihen. Sogar einen Flohmarkt hatten die Mitarbeiter des Heimes aufgebaut, "wie jedes Jahr, das hat auch schon Tradition", sagten die Mitarbeiterinnen Beate Hahn und Ute Siller. Bestückt wird der Flohmarkt dabei aus Spenden. "Oft rufen uns die Leute sogar an, ob wir etwas für den Flohmarkt brauchen, da sind wir dann ganz dankbar."