Das Technische Hilfswerk (THW) Kulmbach leistet seit über 60 Jahren humanitäre Hilfe und ehrenamtlichen Dienst am Menschen im In- und Ausland. Nicht nur bei Hochwasser, Sturmschäden, Großbränden, Explosionen oder Verkehrsunfällen sind die Helfer des THW gefordert, sondern auch bei der Flüchtlingshilfe und den Auswirkungen von Erdbeben, Terroranschlägen sowie Eisenbahn- und Flugzeugunglücken.

Alle Einsätze erfordern technischen Verstand und Geschick, aber auch Fachwissen in den unterschiedlichsten Situationen. "Wer teamfähig und verantwortungsbewusst ist und dazu noch eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung sucht, der ist im THW-Kulmbach genau richtig", wirbt der Verband.


Neuer Ausbildungstermin

Am Donnerstag, 29. Oktober, startet eine neue Grundausbildung beim THW. Die erste Stufe dieser Ausbildung findet im Rahmen von angelegten Diensten alle zwei Wochen statt. Hierbei wird der richtige Umgang mit Werkzeugen und Geräten aus der vielseitigen Einsatzausstattung vermittelt. Aber auch das Wissen über Katastrophen- und Bevölkerungsschutz sowie das Verhalten im Einsatz ist Thema dieser Ausbildung.


Bereit für den Einsatz

Nach Abschluss der Grundausbildung erwirbt man die sogenannte Einsatzbefähigung und ist somit in der Spezialisierung auf die unterschiedlichsten Einheiten des THW gefordert. Im Ortsverband Kulmbach besteht zum einen die Möglichkeit, in den beiden Bergungsgruppen mitzuwirken. Diese stellen dort die Grundeinheit des THW dar und sind materiell sowie personell für die Bewältigung eines breiten Aufgabenspektrums ausgestattet.
Die Rettung aus Höhen und Tiefen, die Bergung eingeschlossener und verschütteter Personen, das Ausleuchten von Einsatzstellen, die Abstützung von Bauwerken sowie der Brücken- und Stegebau stellen nur einen Teil dieser vielseitigen Aufgaben dar.


Aufs "Räumen" spezialisiert

Außerdem ist eine der rund 25 bayerischen Fachgruppen "Räumen" in Kulmbach stationiert. Diese verfügt über leistungsfähige Baumaschinen wie Radlader mit Anbaugeräten oder Aufbrechhammer mit Kompressor. Zu ihren Aufgaben gehört das Beseitigen von Hindernissen. Sie ist Profi bei Sicherungsarbeiten an einsturzgefährdeten Gebäuden, schafft Zu- und Abfahrtswege und unterstützt die Arbeit anderer Fachdienste mit Bergungsräumgerät.

Weiter sind in Kulmbach Aktive der eher dünn gesäten Fachgruppe "Sprengen" angesiedelt. Deren Geräteausstattung ist darauf ausgelegt, kurzfristig Sprengungen mit verschiedensten Techniken durchzuführen. Moderne Sprengtechnik kann helfen, das Leben von Menschen und Tieren zu retten, bedeutende Sachwerte zu erhalten und Gefahrenquellen zu beseitigen. Wie das THW mitteilt, handelt es sich um "die einzige nichtmilitärische Spreng-Komponente in der Gefahrenabwehr".

So bieten sich viele Möglichkeiten der Mitwirkung. Um die Einsatzbereitschaft des THW zu gewährleisten, werden ständig Helfer im Hintergrund benötigt, schreibt der Ortsverband. Nahezu jeder ab 17 Jahren könne sich bei Reparaturen an Ausstattung und Fahrzeugen in der Werkstatt, bei Verwaltungstätigkeiten im Büro oder in der Küche einbringen. Die Arbeit im THW ist ehrenamtlich. Alle Tätigkeiten sind unfallversichert.

Weitere Informationen gibt es direkt im Technischen Hilfswerk, Ortsverband Kulmbach, bei den Ausbildungsabenden an jedem Donnerstag ab 19 Uhr in der Von-Linde-Straße 15 oder auf www.thw-kulmbach.de red