Sagen Sie einfach mal Ihrem Kollegen vom Innern, dass er ein paar mehr Polizisten auf die Straßen schicken soll. Denn da liegt die Kohle nur so herum, die bräuchte man nur aufzuheben. Ehrlich.
Ich nenne Ihnen gerne ein Beispiel. Neulich war ich mit dem Auto von Thurnau nach Bamberg unterwegs. Auf der A 70. Das sind etwa 45 Kilometer. Da sind mir fünf Raser praktisch in den Kofferraum gefahren, weil ich ihnen offenbar zu langsam war. Ich hab' mal in den Bußgeldkatalog geschaut. Macht fünf Mal 320 gleich 1600 Euro.
Zwei Brummifahrer waren der Meinung, andere Laster überholen zu müssen, obwohl sie kaum schneller unterwegs waren. Ein Elefantenrennen kostet 80 Euro, zusammen also 160 Euro.
Am Ende der Baustelle am Würgauer Berg drückten sieben Autofahrer derart aufs Gaspedal, dass sie die zulässige Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern ums Doppelte überschritten - mindestens. Das summiert sich auf 1120 Euro. Der Vollständigkeit halber nenne ich Ihnen noch die zwei Verkehrsteilnehmer, die das Handy am Ohr hatten (einer war zum Schreiben einer SMS immerhin auf die rechte Spur gewechselt): 120 Euro.
Wenn ich alles addiere, komme ich auf 3000 Euro. In knapp 30 Minuten. Das wären 144 000 Euro am Tag und 52,56 Millionen im Jahr - nur auf dieser kleinen Strecke. Hochgerechnet auf die 2506,5 Kilometer bayerische Autobahnen ergäbe das 2,93 Milliarden Euro. Und da sind die Nichtangegurteten, die notorischen Linksfahrer, die Rechtsüberholer oder Nichtblinker noch gar nicht eingerechnet. Na, was sagen Sie nun? Ach ja, falls Sie sich entschließen sollten, meinen Tipp umzusetzen, hätte ich eine Bitte: Sagen Sie mir bitte Bescheid, ich fahre die Strecke öfter.