Was war passiert? Eine Dampflokomotive der Muldentaler Eisenbahnverkehrsgesellschaft, die von Bayreuth nach Hof unterwegs war, hatte wohl durch Funkenflug oder Asche, die nach der Befeuerung mit Kohle ausgetreten war, das Feuer entfacht. Sechs Brandherde wurden registriert, die von über 80 Wehrkräften aus den Landkreisen Kulmbach, Bayreuth und Wunsiedel bekämpft wurden. Die erste Mitteilung eines Brandes bei Marktschorgast ging gegen 18.30 Uhr bei der Polizei ein, wie der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken, Kai Hoffmann, mitteilt.


Polizeihubschrauber im Einsatz



"Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Feuerstellen entlang der Bahnlinie Neumarkt-Wirsberg-Münchberg gemeldet", so Hoffmann. Um die Brandherde zu entdecken, war auch der Polizeihubschrauber mit der Wärmebildkamera im Einsatz.

Der Bahnbetrieb musste während der Löscharbeiten von 19 bis 22 Uhr komplett eingestellt werden. "Es ist dadurch zu erheblichen Verspätungen im überregionalen Zugverkehr gekommen", betont Stefan Motschenbacher von der Bundespolizei in Selb, die die Ermittlungen aufgenommen hat. Wie Motschenbacher ausführt, konnten vier Züge zwischen Hof und Lichtenfels beziehungsweise Würzburg und Hof nicht fahren. "Es kam zu einer Verspätung von insgesamt 206 Minuten. Ein Busnotverkehr wurde eingesetzt."


Die Bundespolizei ermittelt



Über die genaue Brandursache konnte er gestern noch keine Auskunft geben. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Auch fahrlässige Brandstiftung komme in Frage. Die Fahrt der Dampflok sei genehmigt gewesen. Dampflokomotiven dürften bei großer Trockenheit nur bis Warnstufe vier fahren. Genau diese Warnstufe habe für den Landkreis Hof gegolten. "Für Kulmbach war keine Warnung ausgegeben worden."

Mehr über den Löscheinsatz lesen Sie in der Montagsausgabe der Bayerischen Rundschau.