"Das Max-Rubner-Institut (MRI) am Standort Kulmbach muss eine nachhaltige Stärkung und Aufwertung erfahren, um langfristig Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Alle politischen Mandatsträger der Region sollten sich dafür einsetzen, dass das seitens des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung geplante Institut für Kinderernährung sowie ein Nationales Referenzzentrum für Lebensmittelechtheit in Oberfranken angesiedelt werden", fordert Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU, Wahlkreis Kulmbach, Lichtenfels, Bamberg-Land).

Auf Initiative Zeulners hin unterstützen die CSU-Landesgruppe im Bundestag mit Vorsitzender Gerda Hasselfeldt an der Spitze, die acht oberfränkischen CSU-Landtagsabgeordneten unter Federführung der Bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml sowie die Frauen-Union Bayern das Projekt. "Wir begrüßen es sehr, dass das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft plant, im MRI, dem Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, ein Institut für Kinderernährung einzurichten", betont die Bundestagsabgeordnete.

"Die Gesundheit unserer Kinder ist von allergrößter Bedeutung. Als oberfränkischer Abgeordneter ist es mir aber auch ein Herzensanliegen, dass die Region Oberfranken nachhaltig gestärkt wird. Wir müssen Fachkräften im ländlichen Raum neue attraktive Arbeitsplätze und Perspektiven bieten, um langfristig neue Strukturen aufzubauen. Oberfranken ist inzwischen auf einem guten Weg, dennoch braucht es aufgrund eines großen Nachholbedarfs weiterhin Unterstützung. Es wäre ein sehr großer Erfolg, wenn wir für dieses Institut den Zuschlag für Kulmbach erreichen könnten." Das gelte in gleichem Maße für ein Nationales Referenzzentrum für Lebensmittelechtheit.

"Kulmbach hat die richtige Struktur und Basis, auf die es sich problemlos aufbauen lässt", argumentiert MdB Zeulner für den Standort. "Zum einen hat sich Kulmbach in Bayern zu einem bedeutenden Zentrum der Lebensmittelforschung und Lebensmittelverarbeitung entwickelt. So ist hier bereits das Max-Rubner-Institut (MRI) mit dem Schwerpunkt "Sicherheit und Qualität bei Fleisch" und dem Internationalen Kompetenzzentrum für Fleischqualität angesiedelt. Zum anderen bietet Kulmbach auch personell ein großes Potenzial, das ausgeschöpft und noch ausgebaut werden könnte. Als traditioneller Standort der Fleisch- und Ernährungsforschung stehen hier ein breites Spektrum an Kompetenz und Expertise zur Verfügung."

Die Bundestagsabgeordnete unterstreicht: "Gerade weil vor Ort auch die bayerische Forschungsstelle für Nahrungsmittelqualität (ForN) der Universität Bayreuth (am Max-Rubner-Institut), das Kompetenzzentrum für Ernährung des Freistaates Bayern (KErn), die Staatliche Fachschule für Fleischerei- und Lebensmittelverarbeitungstechnik, die Nahrungsmittel Analytik der BECIT GmbH und die Akademie für Ernährung e.V. sowie eine Vielzahl von Ernährungsmittel verarbeitenden Betrieben angesiedelt sind, könnten hier die Synergieeffekte bestens für neue Institute genutzt werden. Ferner hat das Bayerische Kabinett beschlossen, dass Kulmbach eine Außenstelle der Lebensmittelüberwachung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelkontrolle erhalten soll. Durch die Intensivierung von Netzwerken zwischen Forschungseinrichtungen, Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen sowie Wirtschaft würden Wachstumsstrukturen gezielt gefördert und die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt Kulmbach im Bereich Ernährung für die Zukunft nachhaltig gestärkt und damit auch die ganze Region Oberfranken."

In zahlreichen Gesprächen, unter anderem mit Parlamentarischer Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth im Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung, hat die Bundestagsabgeordnete sich für die Etablierung neuer Institute am Standort Kulmbach eingesetzt. Gemeinsam mit dem Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm hat sie sich - ebenso wie CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt und Staatsministerin Melanie Huml - in einem Brief an den Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, Christian Schmidt, gewandt, um die Vorteile des Standorts Kulmbachs zu verdeutlichen.

Zusammen mit der Kulmbacher Frauen-Unions-Vorsitzenden Brigitte Soziaghi brachte MdB Zeulner bei der Landesversammlung der Frauen-Union einen Dringlichkeitsantrag ein, dem diese vollumfänglich zustimmte. "Für diese großartige Unterstützung möchte ich allen Kollegen herzlich danken. Seitens der Politik bringen wir der Arbeit des Max-Rubner-Instituts größte Wertschätzung entgegen. Ich bin überzeugt, dass auch die Verantwortlichen des MRI Kulmbach fest an unserer Seite stehen, um den Standort in Kulmbach nachhaltig zu stärken und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Nur gemeinsam können wir das Beste für Kulmbach und Oberfranken erreichen."