Es hätte harmonischer nicht sein können: Der blaue Himmel, die sommerlichen Temperaturen und die Abendstimmung sorgten im Innenhof des Caspar-Vischer-Gymnasiums für ein stilvolles Ambiente des traditionellen Sommerkonzerts unter dem Motto "Zirkusklänge".

Das fein besetzte Bläserensemble eröffnete den Konzertabend mit dem "Tango de gallinas" und setzte damit einen schwungvollen Auftakt. Oberstudiendirektorin Ulrike Endres begrüßte das zahlreiche Publikum und wies auf die Reichhaltigkeit des Programms hin. Die zahlreichen Ensembles seien der beste Beweis für das breit gefächerte musikalische Leben am CVG. Nicht zu vergessen sei dabei die harte Probenarbeit im Vorfeld, die bei den tropischen Temperaturen der vergangenen Tage sowohl von den Schülern als auch von den Lehrern einiges abverlangt hätte.

Mit großer Tonsauberkeit und rhythmischer Prägnanz zeigte sich dann die Streichergruppe, die von Geigenlehrerin Dörte Vaihinger-Görg akribisch vorbereitet worden war. Selbst die Jüngsten musizierten sicher und mit großem Einsatz und wurden bei "La Bamba" von einer Cajon begleitet.

Wohin die kontinuierliche musikalische Aufbauarbeit an der Schule führt, konnte der Zuhörer bei der Darbietung des Schulorchesters nachvollziehen. Klangvoll und harmonisch abgestimmt, ergab das Spiel eine musikalische Einheit. Die Schüler musizierten "River flows in you" mit großer Eindringlichkeit. Streicher und Bläser trugen einen der Norwegischen Tänze von Edvard Grieg und schließlich ein spannungsgeladenes Medley aus "James Bond" vor.

Mit Swing und Pep ging es auch nach der Pause beim Auftritt der musikalisch bestens aufgelegten Big Band unter Thomas Schimmel weiter. Kunstlehrer Georg Köstner hatte das Stück "Up and down" komponiert, wobei es für die solistischen Einlagen wie auch für das gesamte Werk und die mitreißende Nummer "Gospel Truth" begeisterten Applaus gab.

Witzige Choreographie

Etwas ganz Besonderes hatte sich Musiklehrerin Annegret Kuhnlein mit der Percussion-Gruppe ausgedacht. Mit Besen und verschiedensten Schlaginstrumenten zog sie die Zuhörer bei dem Stück "Besenrein" durch eine witzige Choreographie in den Bann und sorgte für so manches Schmunzeln auf den Gesichtern der Zuhörer.
Mit Begeisterung, exakter Aussprache und einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein musizierten die Chorklassen der Schule. Von der 5. bis zur 7. Jahrgangsstufe sangen die Chorschüler mehrstimmig und wussten beim Lied vom tropfenden Wasserhahn, dem Wüsten-Tango bis hin zum Sprechstück "Wer andern eine Grube gräbt" ihr Publikum zu überzeugen.

Der Unterstufenchor schließlich griff das Motto "Zirkusklänge" in Form einer eigenen Zirkusvorstellung auf, wobei von "Zirkusdirektor" Simon de Ridder aus der 9. Klasse fliegende Bälle, die schiefen Töne des Musikclowns oder waghalsige Zauberkünste mit großer Souveränität angekündigt wurden.
Der eindrucksvolle Konzertabend klang mit dem zu Herzen gehenden "Hallelujah" von Leonard Cohen aus, dargeboten vom Schulchor. Zum Schluss dankte Oberstudiendirektorin Ulrike Endres den beteiligten Lehrkräften mit Blumen.