Typisch ist folgender Dialog zwischen A und B.
A: "Neues Fahrrad? Mensch, und sogar ein E-Bike!" - B: "Naja, eigentlich... sportlicher wär's ja ohne. Aber der Berg vor unserem Haus.....!"
Oder A:"Neues Fahrrad? Mensch, und sogar ein E-Bike!" - B: "Ich hab's nur zufällig mal, sonst ja nicht.... meistens fährt die Frau, die hat's ja mit den Gelenken, da ist das dann schon schön!"
Oder, drittes Beispiel, A: "Neues Fahrrad? Mensch, und sogar ein E-Bike!" - B: "Ach, ist schon schön... und treten muss man ja trotzdem!"
E-Bike-Fahrer meinen immer, sich entschuldigen zu müssen.Weil sie sich helfen lassen beim Bergauf-Radeln oder beim Strampeln gegen den Wind. Sie hören aus der bloßen Feststellung "Aha, ein E-Bike" gerne den Vorwurf heraus, sie seien unsportliche Weicheier ohne Ehrgeiz und Muckis, krank, alt oder sonst nicht mehr auf der Höhe ihrer Leistungskraft.
Mir ging das geraume Zeit genauso. Immer habe ich nach Argumenten gesucht, warum ich elektrisch radle: Der Berg vor meiner Haustür, der Gegenwind, gesundheitliche Beschwerden.
Das habe ich mir abgewöhnt. Weil ich nämlich gemerkt habe, dass ich mit meinem E-Bike mit großem Vergnügen viel mehr fahre als vorher: Selbst bei 30 Grad im Schatten, bergauf, bei Gegenwind und mit dem Wochenendeinkauf in den Satteltaschen. Das Auto hat oft tagelang Pause. Und dafür muss man sich nun wirklich nicht entschuldigen!