Der 29-jährige polnische Berufskraftfahrer hatte seine Tageslenkzeiten teilweise um mehrere Stunden überschritten. So konnte er auch die vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht mehr einhalten. Die weitere Auswertung des digitalen Kontrollgerätes seines 40-Tonners ergab Geschwindigkeiten von bis zu 119 Stundenkilometer. Dies bei erlaubten 80 Stundenkilometern auf Autobahnen im Bundesgebiet.

Den kurz vor der Kontrollstelle befindlichen und für Laster auf 60 Stundenkilometer beschränkten "Saaleabstieg" war der polnische Sattelzug mit 93 Sachen hinunter gerast. Für die zu erwartende Geldbuße wurde von dem in Polen wohnhaften Berufskraftfahrer eine Sicherheitsleistung im dreistelligen Eurobereich einbehalten. Auch die fälligen Punkte werden dem Polen beim Kraftfahrtbundesamt gutgeschrieben.
Nach einer vollständigen Pause mit einer ordentlichen Mütze Schlaf durfte der Fernfahrer seine Fahrt von Mailand nach Hannover fortsetzen.