Alwin (65) und Ulrike (64) Schneider haben einen Traum: Im nächsten Jahr wollen sie die Region verlassen und an den Chiemsee ziehen, wo ihr Sohn mit seiner Familie lebt. Derzeit bereiten sie die Nachfolge für den Patersberghof vor.

Um so mehr freute sich Alwin Schneider, dass er jetzt für sein Engagement als Bio-Pionier den Umweltpreis des Bundes Naturschutz bekommen hat. "Ich sehe die Auszeichnung aber weniger als Preis für uns selbst, sondern als Würdigung für alle, die uns geholfen und beim Aufbau des Patersberghofes unterstützt haben", sagt Alwin Schneider.


Ein Gewinn für die Natur


Alwin Schneider ist studierter Landwirt. Doch konventionelle Landwirtschaft war für ihn nie ein Thema. Schon seit 1995 betreibt er in Veitlahm einen biologisch-dynamischen Hof. "Jedes Kilo Dünger und Pflanzenschutzmittel weniger ist ein Gewinn für die Natur", ist Schneiders Überzeugung.

Alwin Geyer hielt die Laudatio. Die Schneiders hätten sich nicht nur als Landwirte einen Namen gemacht, sondern seien auch viele Jahre in der Entwicklungshilfe engagiert gewesen. "Sie bauten in Ecuador eine Imkerei und einen Kindergarten auf." Besonders herausragend seien die Hofkäserei und die kleine Bäckerei, so Geyer.

Bei der BN-Hauptversammlung appellierte der stellvertretende Vorsitzende Karlheinz Vollrath an die insgesamt mehr als 1150 Mitglieder, im kommenden Jahr doch einen neuen Vorsitzenden zu küren. Er wolle das Amt nicht übernehmen.


Stadtsteinacher Umgehung ist "Wahnsinn"


Vollrath erinnerte an zahlreiche Aktionen und an den Umzug in ein neues Büro umgezogen. Im vergangenen Jahr seien 8840 Frösche, Kröten und Amphibien gerettet worden. 25 Familien aus dem Landkreis hätten insgesamt 3525 Meter Zaun betreut.

Alwin Geyer machte gegen die Ortsumfahrung Stadtsteinach Front und prophezeite ein Ende des Lindenhofs Salem durch die Baumaßnahme. "Das ist ein Wahnsinn, was hier passiert."

Uwe Garz berichtete von einem Plus in der Kasse. Wilfried Pförtsch erhielt das goldene Vereinsabzeichen für 40 Jahre Treue. Landrat Klaus Peter Söllner und Bürgermeister Stefan Schaffranek betonten, wie wichtig die Arbeit des BN ist. Söllner wies auf den autofreien Sonntag und die Initiative zur Elektromobilität hin. Außerdem strebe man einen Beitritt zum Verkehrsverbund Nürnberg an.

Wolfgang Martin zeigte noch einen Sketch rund um den öffentlichen Nahverkehr, die regenerativen Energien und andere ökologische Themen.