Man, bin ich froh, dass ich kein Schüler mehr bin. Zu wissen, dass 90 Prozent dessen, was ich reinpauke, mit Blick auf mein späteres Leben für die Tonne sind - nicht besonders motivierend. Vier Schulaufgaben in sieben Tagen zu schreiben, nachdem wochenlang keine Tests stattgefunden haben - kein Zuckerschlecken. Ich frag' mich da schon: Was denken Lehrer nur? Absprachen scheint es im Kollegium nicht zu geben.


Wie schön haben es Angestellte

Wie schön haben es doch viele Angestellte, die nach der Arbeit den Stift einfach fallen lassen können. Im Gegensatz zu Schülern, die sich - wenn sie pflichtbewusst sind - nach dem Nachmittagsunterricht noch mit Hausaufgaben rumquälen und für die nächsten Proben lernen müssen. Freizeitgestaltung? Dafür bleibt - wohl außer für Überflieger - kaum Zeit. Dabei sind doch zum Ausgleich, so sagen es uns die Bildungsexperten, auch Sport und Chillen wichtig - denn wer ständig unter Zeit- und Leistungsdruck steht, der hängt schnell in den Seilen.


"Ausreichend" ist doch ausreichend

Wäre ich heute Schüler, würde ich mich sicherlich auch anstrengen, aus der Sicht eines Erwachsenen aber alle Fünfe gerade sein lassen. Es muss ja nicht immer eine Eins, Zwei oder Drei sein. Ein "ausreichend" tut es doch auch.


Das wünsche ich mir

Was ich mir wünsche? Dass sich Lehrer in die Lage der Kinder versetzen und sich und ihr Fach nicht ganz sooooo wichtig nehmen. Und: Dass das Kultusministerium den Lehrplan endlich mal entrümpelt und so den Lehrern wie Schülern das Leben erleichtert.