Bei der Sanierung kann der Untergrund beibehalten werden. Eine Schweizer Firma, die im Bayreuther Hans-Walter-Wild-Stadion einen Kunstrasen auslegt, wird - quasi als Abfallprodukt - einen neuen Belag aufbringen. Ein Vertreter der Firma nannte als Synergieeffekte die Einsparung einer eigenen Baustelleneinrichtung sowie den Wegfall von Transportkosten für eine gesonderte Materiallieferung.
Den Unterbau, bestehend aus einer Frostschutzschicht und einem darauf liegenden Gittergerüst, an dem auch die Umrandung befestigt ist, sah er bei einer Ortsbesichtigung als geeignet für eine komplette Sanierung an. Diese sieht zunächst die Aufbringung eines mit Löchern für den Wasserablauf versehenen, elastischen Belags aus einem bruchsicheren Spezialschaumstoff von sechs bis acht Millimetern vor. An der Oberfläche befinden sich rutschfeste Noppen, an der Unterseite Regendrainagerinnen. Darauf wird der Kunstrasen in 4-Meter-Bahnen verlegt und an den umlaufenden Banden verspannt.
Zur Vorbereitung dafür war es notwendig, in den alten Belag alle 20 Zentimeter im Quadrat Löcher zu bohren, damit künftig das Wasser ablaufen kann.

13 Jugendliche halfen mit


Unter Anleitung von Gemeinderat Manfred Reitmeier (SPD/WG) stellten sich für diese Arbeit 13 Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren zur Verfügung. Martin Sesselmann, der Beauftragte für den Jugendraum, betonte, die Teenager wollten zeigen, dass sie bereit sind, etwas für die Gemeinde zu tun. Letztendlich profitierten sie ja auch davon. Es sei auch nicht das erste Mal, dass sie zur Stelle sind, wenn man sie darum bitte.
Als es darum ging, bei einer Firmenverlagerung frei werdendes Mobiliar für die Gemeinde abzutransportieren und einzulagern, hatten sie spontan ihre Unterstützung zugesagt. Reitmeier sah darin auch einen gewissen Eigennutz der Jugendlichen, die noch auf Restarbeiten der Gemeinde im Jugendraum warten.
Der neue Aufbau der Fun-Arena soll bis Ende Juni abgeschlossen sein und wird dann weicher und gelenkschonender sein. Er hat auch den Vorteil, dass bei Abnutzung einzelner Flächen, beispielsweise vor beiden Toren, der beschädigte Bereich einfach ausgeschnitten und ein neues Stück eingesetzt werden kann. Der Bürgermeister informierte das Gremium über die Auftragsvergabe die zum Preis von 9 002 Euro bereits erfolgte. Über das Landratsamt wird versucht, dafür Mittel aus der Jugendförderung zu bekommen.