Die Sandreuther Bürger sind sauer. Sie wehren sich gegen Pläne, dass Baufahrzeuge zur Bayreuther Mülldeponie durch den Harsdorfer Ortsteil rollen. "Wir gehören ja zum Landkreis Kulmbach und haben mit der Deponie überhaupt nichts zu tun", sagt Wilhelm Lauterbach. Wie Lauterbach denken viele Sandreuther, die sogar bereit sind, für ihren Protest gegen die Bayreuther Pläne auf die Straße zu gehen.

42 schwere Laster pro Tag


Protestiert haben in der vergangenen Woche auch die Bürger im Nachbarort Heinersgrund. Durch den Bindlacher Ortsteil wird die Reststoffdeponie angefahren. Durch den geplanten Ausbau der Deponie würde sich der schwere Verkehr, der die schmale Zufahrtsstraße benutzt, aber drastisch erhöhen. Bis zu 32 000 Verkehrsbewegungen sein in den drei Jahren Bauzeit zu erwarten, heißt es dazu in der Stadt Bayreuth, was für Heinersgrund bedeutet: Pro Arbeitstag würden 40 bis 42 Laster durch den kleinen Ort fahren.
Das ist zu viel, sagen die Bürger aus der Gemeinde Bindlach, die gefordert haben, dass eine Einbahnregelung geschaffen wird. Die Deponie könne zwar über Heinersgrund angefahren werden, die Rückfahrt auf die Staatsstraße solle aber über Sandreuth erfolgen.

"Da wackelt unser Haus"


Was in Sandreuth einen Proteststurm auslöst. "Wir haben zwar Verständnis für die Verärgerung in Heinersgrund. Doch sind wir dagegen, dass eine Lösung auf unsere Kosten gesucht wird", betonen Elke und Adolf Mühlbauer und machen deutlich, dass die Gemeindeverbindungsstraße nicht für den Baustellenverkehr ausgelegt ist.
Mehr über den Protest im Harsdorfer Ortsteil lesen Sie in der Wochenendausgabe der Bayerischen Rundschau.