Am 22. Juli hatte die Achtjährige mit Gleichaltrigen an einer Übungsstunde des TSV Himmelkron im Freibad teilgenommen. Es war die letzte Turnstunde vor den Sommerferien, weswegen die Gruppe ihre Aktivitäten in die Freizeiteinrichtung verlegt hatte.

Kurz vor Badeschluss gegen 19 Uhr trieb das Mädchen plötzlich leblos im Wasser. Als es aus dem Becken gezogen wurde, stand das Herz bereits still. Einsatzkräfte mussten das Kind wiederbeleben. Das Mädchen wurde nach der Erstversorgung mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik gebracht. Dort starb die Achtjährige trotz aller ärztlicher Bemühungen acht Tage später, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben.
Nicht geklärt ist offenbar weiterhin, was genau die Ursache für den Unfall war. Nicht auszuschließen scheint, dass das Mädchen durch einen Sprung ins Becken das Bewusstsein verlor oder von einem anderen Badegast unglücklich am Kopf getroffen wurde. Denn das Obduktionsergebnis sagt laut Herbert Potzel nichts darüber aus, ob ein Fremdverschulden vorliegt. "Die Ermittlungen laufen hier noch weiter", betonte er gegenüber der BR.

Gemeinde prüft

Der Tod des kleinen Mädchens hat auch den TSV Himmelkron schwer mitgenommen. Vorsitzender und Bürgermeister Gerhard Schneider stellt fest, dass seitens der Gemeinde überprüft wird, was im Freibad - das weiterhin normal wetterabhängig geöffnet ist - ergänzt und verbessert werden kann.

Auch im Sportverein gebe es Diskussionen über das künftige Vorgehen. Im Verein hätten die Betreuer mit den Kindern über den Vorfall geredet, die beiden Ortsgeistlichen hätten das Thema in der Schule angesprochen. "Derzeit geht keine Gruppe mehr ins Schwimmbad." Einzige Ausnahme sei für die Teilnahme am deutschen Sportabzeichen. "Das findet aber unter verstärkter Aufsicht statt", erklärt Schneider.

Er weiß aber auch, dass beim Sport immer Unfälle passieren können. "Es kann auch jemand bei an einem Turngerät abstürzen." Allerdings gebe es selten so dramatische Folgen. Für den Bürgermeister ist der Badeunfall die "größte anzunehmende Katastrophe".

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