In der Kupferberger Kindertagesstätte hat eine neue Ära begonnen. Mit der Unterzeichnung der Verträge vollzogen Bürgermeister Alfred Kolenda und Awo-Kreisvorsitzende Inge Aures offiziell den nahtlosen Übergang der Trägerschaft von der Hospitalstiftung auf die Arbeiterwohlfahrt Kulmbach.

"Heute wird vollzogen, was über zwei Jahre vorbereitet worde ist", sagte Kolenda. Ziel sei gewesen, den Kindergarten an einen leistungsstarken Träger zu übergeben. "Es ist dem Stadtrat nicht leicht gefallen, unsere schöne und von den Eltern durchaus geschätzte Einrichtung in andere Hände zu legen", so der Bürgermeister.


Langfristige Überlegungen


Von dem Trägerwechsel sollten Kinder und Eltern gleichermaßen profitieren. "Insbesondere soll die pädagogische Ausbildung verbessert werden. Auch war es für die Nutzer nicht länger zumutbar, wenn durch Krankheit oder Mutterschutz kurzfristig kein Ersatz beschafft werden konnte", verdeutlichte Alfred Kolenda.

Insbesondere deswegen habe der Stadtrat gehandelt und umfangreiche langfristige Überlegungen angestellt. "Und ich meine, wir sind zu einem sehr guten Ergebnis gekommen, die Trägerschaft an die Arbeiterwohlfahrt zu übergeben."

Ganz besonders bedankte er sich bei der Awo-Geschäftsführerin Elisabeth Weith und bei VG-Geschäftsstellenleiter Martin Betz, "die sicherlich die Hauptlast für den Wechsel zu tragen hatten". Alfred Kolenda lobte auch den Mut des Stadtrats zum Trägerwechsel.

Das Stadtoberhauot lobte zudem den außergewöhnlichen Einsatz von Kerstin Lobe und Anette Wanka, die unzählige Stunden mit der Organisation und Einarbeitung im Kupferberger Kindergarten verbrachten. Das bisherige Personal um Elisabeth Michel werde von der Awo übernommen.


"Kleines Schmuckstück"


Dank sagte der Bürgermeister auch an die Eltern für das Verständnis. "Unser Kindergarten wurde immer als sehr familiär wahrgenommen. Er ist ein kleines Schmuckkästchen."

Landtagsvizepräsidentin und Awo-Kreisvorsitzende Inge Aures bedankte sich für das große Vertrauen in die Arbeiterwohlfahrt. Diese übernehme die Aufgabe gerne und sei stolz darauf, vom Kupferberger Stadtrat den Zuschlag bekommen zu haben. Die Arbeit beruhe auf Partnerschaft, das Personal werde sehr pfleglich mit den anvertrauten Kindern umgehen.

Aures machte deutlich, dass die Arbeiterwohlfahrt mit über 800 Beschäftigten hinter dem Klinikum der zweitgrößte Arbeitergeber im Landkreis ist. Betreut würden bisher 320 Kinder in zwei Horten, einer Krippe, fünf altersbezogenen Kindertageseinrichtungen und acht Kindertagesstätten. "Kupferberg ist die neunte Kita mit 33 Mädchen und Jungen. Sie werden viel lernen und erleben."

Nach der Unterzeichnung der Verträge wurden Blumen und Präsente als Zeichen des Dankes an maßgebende Personen sowie das Personal verteilt. Mit einem Glas Sekt stießen dann alle auf die neue Partnerschaft an.