Der 200 Meter der Strecke liegen im Gemeindegebiet Wirsberg, Kupferberg ist jedoch für den Unterhalt zuständig. Die Gesamtkosten werden auf 444.770 Euro brutto geschätzt, die anrechenbaren Aufwendungen betragen 380 000 Euro. Die Stadt rechnet aufgrund ihrer finanziellen Lage mit einem Zuschuss von 80 Prozent, so dass laut Bürgermeister Herbert Opel (CSU) sich der Eigenanteil immer noch zwischen 120.000 und 130.000 Euro bewegt.

Die schmale Straße ist von Quer- und Seitenrinnen durchzogen, die Entwässerung nicht mehr gewährleistet, wie Uwe Schuster vom Planungsbüro Reinhard Schnabel aus Konradsreuth in einer Diashow erläuterte. Der - aus Dörnhofer Sicht - linksseitige Graben ist für eine vernünftige Entwässerung kaum mehr zu gebrauchen.
Zur Finanzierung dürfen laut Bürgermeister Opel die Mittel der Bedarfszuweisung nicht verwendet werden. Damit würde nur ein Drittel der Gemeindeverbindungsstraße "Kupferberg-Dörnhof-Alte Schmölz mit einer Länge von insgesamt 2,9 Kilometer saniert werden, das schlimmste Stück. Opel schlug vor, die Maßnahme auf die Haushaltsjahre 2014 und 2015 zu verteilen, um den Eigenanteil leichter schultern zu können.

Landratsamt muss zustimmen

Alfred Kolenda (UKW) machte darauf aufmerksam, dass jetzt bereits Planungskosten anfallen. Der Stadtrat war sich bewusst, dass für die Durchführung der Maßnahme eine haushaltsrechtliche Genehmigung seitens des Landratsamts und eine entsprechende Stellungnahme der Regierung von Oberfranken eingeholt werden müssen. "Der Stadtrat hat mit diesem Beschluss seine Hausaufgaben gemacht", stellte der Bürgermeister fest.
Keine Einwände hatte das Gremium gegen die Änderung des Bebauungsplans "Rother Bühl" und die Änderung des Flächennutzungsplans der Marktgemeinde Ludwigschorgast wegen der Ansiedlung eines Rewe-Marktes. Dennoch: Friedrich Dumler (CSU/FB) bezeichnete die Supermärkte als Sargnagel für die kleinen Läden in Kupferberg.

Als so genanntes Kumulationsgebiet wurde die Stadt Kupferberg ohne die Außenbezirke festgelegt. Gleichzeitig wurden dafür die Ermittlung des Versorgungsgrades sowie die Bedarfsanalyse beschlossen. Einzig Volker Matysiak (SPD/OL) votierte dagegen.

Bürgermeister Opel unterrichtete das Gremium noch über die Gewährung von Bedarfszuweisungen. Die Frist wurde bereits auf Ende März festgelegt. Die Stadt hat am 13. März über das Landratsamt Kulmbach und die Regierung von Oberfranken, die den Antrag befürwortet hat, eine Bedarfszuweisung beantragt. Mit Schreiben vom 13. August hat die Regierung mitgeteilt, dass die für 2012 gewährte Überbrückungshilfe in eine Zuweisung umgewandelt wurde.

300.000 Euro Stabilisierungshilfe

Außerdem wurden 300.000 Euro in Form einer weiteren Stabilisierungshilfe, die grundsätzlich rückzahlbar ist, gewährt. Eine Umwandlung in eine verbleibende Bedarfszuweisung steht jedoch nichts im Wege, wenn das geforderte Haushaltskonsolidierungskonzept vorliegt. Für 2014 wurde durch die Regierung von Oberfranken anheim gestellt, erneut einen Antrag zu stellen, da Stabilisierungshilfen bis zu fünf Jahren hintereinander gewährt können. Dieser Antrag soll auch gestellt werden.

Die Bedarfszuweisung für 2013 ist laut Schreiben der Regierung vom 9. August zweckgebunden und diene dazu, eine Sondertilgung zu unterstützen, wenn diese durchführbar sei.
Angesprochen wurde von Herbert Opel auch das leidige Thema "Sanierung der Spitalmauer".Die Arbeiten sollen nun vom 16. bis 20. September erledigt werden, habe Architekt Harald Schramm mitgeteilt.