Für die anstehende Sanierung der Sandsteinbrücke am Ortseingang von Ebersbach beauftragte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung das Ingenieurbüro I-plan, Kulmbach, mit der Objekt- und Tragwerksplanung. Das Honorar beläuft sich auf 42 609 Euro.

"Das ist ein gewaltiges Wort im Vergleich zu der kleinen Brücke", monierte Michael Heisinger (WG Rangen).
Die Baukosten für die Sanierung der Bogenbrücke werden sich voraussichtlich auf 280 000 Euro belaufen.


"Der nächste Blödsinn"
Klare Worte gab es zum Schluss der Sitzung noch zum möglichen Erlass einer Straßenausbaubeitragssatzung in der Gemeinde Ködnitz.

Sowohl Michael Heisinger als auch Willi Kolb wiesen darauf hin, dass weder die Bundeshauptstadt Berlin noch die Landeshaupt München eine derartige Beitragssatzung haben. Heisinger: "Solange die keine haben, werden wir einen Teufel tun und eine derartige Satzung erlassen. Wir beschäftigen uns mit ungelegten Eiern und lassen uns den Schwachsinn aufdrücken. Wir haben den Kanal noch nicht abgeschlossen, und schon kommt der nächste Blödsinn!"

Im weiteren Verlauf der Sitzung ging es um die Gründung einer eigenen Stiftung in der "Stiftergemeinschaft der Sparkasse Kulmbach-Kronach". Seitens des Geldinstituts erläuterte Andreas Schröer dem Gremium die rechtlichen Grundlagen und die notwendige Stiftungssatzung. Die Gemeinde könnte, wie bereits zuvor Wonsees, Kasendorf und Thurnau, eine unselbstständige Stiftung mit einem eigenen Namen errichten. Darunter versteht man die Übertragung von Vermögenswerten auf einen Stiftungsträger mit der Festlegung, die Werte dauerhaft zur Verfolgung eines vom Stifter festgelegten Zweckes zu nutzen.

Andreas Schröer machte auch deutlich, dass die Stiftung steuerbegünstigt ist, das heißt, sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke.
Nach den Worten Schröers haben viele Menschen erkannt, wie bedeutend es in der Gesellschaft geworden ist, den Blick nicht mehr nur auf sich selbst, sondern auch auf andere zu richten: "Sie zeigen bürgerschaftliches Engagement und setzen sich, wie wir das als Sparkasse auch tun, nachhaltig für das Gemeinwohl ein."


"Regionale Wertschöpfung"
Weiter ging der Redner auf die Stiftungszwecke und die Gemeinnützigkeit ein. Dieser Gedanke finde aktuell immer mehr Zuspruch, denn solche Stiftungen seien wichtige Instrumente zur regionalen Wertschöpfung. Der Stiftergemeinschaft steht ein Kuratorium vor, das aber nur die Verwaltung überwacht. Wie die Stiftungsmittel verwendet werden, entscheide entweder der Stifter selbst oder der Stiftungsrat, der unter anderem aus Mitgliedern des Gemeinderats gebildet werde. Noch sei die Sparkasse bereit, einen Betrag von 5000 Euro für die Neugründung bereitzustellen. Voraussetzung sei aber, dass die Gemeinde dann den gleichen Betrag ins Stiftungsvermögen einbringt.

Bürgermeister Stephan Heckel-Michel satgte dazu: "Für mich ist heute eine positive Grundtendenz erkennbar. Wir wollen uns über die Umsetzung einer solche Stiftung weitere Gedanken machen."

Demnächst will sich das Gremium konkret mit der Stiftungssatzung beschäftigen.