Der Untersteinacher Gemeinderat hat den Solarpark, der rechts und links der Bahnlinie in Richtung Stadtsteinach entstehen soll, auf den Weg gebracht. Das Gremium hat in seiner Sondersitzung am Dienstag die Bauleitplanung und Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen.

Untersteinach macht mit

"Wir haben uns zwischen Landschaftsbild und Energiewende für das Mitmachen entschieden", sagte Bürgermeister Heinz Burges (SPD). Auf einer 16 Hektar großen Fläche würden elf Hektar mit Photovoltaik belegt. "Der Rest sind Ausgleichs- und Grünflächen." Mit der Jahresproduktion von 5,5 Megawatt Energie könne der Strombedarf von 1100 Haushalten gedeckt werden. Die Einspeisung des erzeugten Stroms werde im Umspannwerk im Gewerbegebiet erfolgen. Die Module haben laut Burges eine Höhe von 2,50 Metern. Der Bürgermeister teilte mit, dass für die Gesamtanlage zirka 20 000 Module benötigt werden.

Laster fahren durch den Ort

Während der Bauzeit würden täglich drei Lastzüge über die alte B 303 durch Untersteinach fahren. Die Begrünung werde eine Höhe von 3,50 Metern erreichen. Von der Wohnbebauung im Siedlungsgebiet "Am Bühl" in Untersteinach würden die Module über 120 Meter entfernt aufgestellt. Wie Burger ferner mitteilt, kann mit dem Bau de Anlage noch heuer begonnen werden. Die Pachtverträge mit den Grundstücksbesitzern hätten eine Laufzeit von 25 Jahren.

Es gibt auch Gegner

Insgesamt wurden 33 Träger öffentlicher Belange und Nachbargemeinden am Anhörungsverfahren beteiligt. Bernhard Herrmann nahm sich eineinhalb Stunden Zeit, um die Stellungnahmen zu behandeln.
"Der Investor, die Firma Neue Energien Franken aus Kulmbach, hat sich sehr viel Mühe gegeben, um alles im Vorfeld zu regeln. Mir persönlich geht es ums Landschaftsbild, und ich werde deshalb weiterhin gegen das Projekt stimmen", sagte Gemeinderat Jürgen Laaber. Auch Hans-Peter Röhrlein (CSU) votierte gegen die Bauleitplanung für das "Solargebiet Untersteinach" sowie die Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde.