Hieru müsse es gelingen, die vorhandenen Ansätze zu verknüpfen und gemeinsame Aktivitäten in Weiterbildung und Forschung auf den Weg zu bringen. Für den Wirtschaftsraum Kulmbach bedeute dies konkret, dass neben dem Kompetenzfeld Lebensmittel gezielt auch die vorhandenen Kompetenzen im Bereich der erneuerbaren Energien gebündelt, ausgebaut und vernetzt werden müssen, forderte Trunk. Der Präsident beteuerte, dass die spezifischen Themen der oberfränkischen Teilregionen bei der IHK in Bayreuth ernst genommen werden und an Problemlösungen gearbeitet wird.
"Die IHK für Oberfranken ist in Bayern für ihre ausgewiesene Kompetenz in strukturpolitischen Fragen bekannt. Dieses Pfund müssen wir nutzen, um in München auf die vielfältigen Stärken unserer oberfränkischen Teilregionen hinzuweisen und Unterstützung einzufordern."
IHG-Vorsitzender Michael Möschel meinte, die Energiewende müsse nun auch für die Endverbraucher greifbar gemacht werden. Es bestehe ein hoher Aufklärungsbedarf über die Möglichkeiten, die regenerative Energien schon heute bieten. Die Ansiedlung eines baye rischen Kompetenzzentrums für erneuerbare Energien wäre dafür ein richtiger erster Schritt.
Florian Schneider, Chef der Kulmbacher ASK-Gruppe, machte deutlich, welches Potenzial die Unternehmen der Region im Bereich der erneuerbaren Energien haben. In Forschung und Lehre pflege die Wirtschaft schon heute enge Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen, insbesondere mit der Hochschule Hof.
"Die ansässigen Unternehmen aus Industrie und Handwerk wollen künftig noch stärker zusammenarbeiten, um den Standort weiter zu entwickeln", so Schneider.
Aktiv werden wolle man in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie Zertifizierung und Produktprüfung, ergänzte Clemens Dereschkewitz, Geschäftsführer von Alpha Innotec in Kasendorf.
Er verwies auf die Erfolge, die man durch gemeinsame Aktionen bereits erreichen konnte. So habe man durch gemeinsame Anstrengungen den Fachsprengel für die Ausbildung von Mechatronikern für Kältetechnik nach Kulmbach holen und in Kooperation mit der Hochschule Hof einen dualen Studiengang starten können.
Nun sei es an der Zeit, mit der Schaffung eines Kompetenzzentrums für Erneuerbare Energien den folgerichtigen nächsten Schritt zu tun. Heribert Trunk versprach, in seinen Gesprächen mit der bayerischen Staatsregierung dafür zu werben, die vorhandenen Ansätze durch gezielte staatliche Hilfestellung weiter zu stärken.