Der größte der Teil der Arbeitnehmer, die während der Wintermonate von ihren Arbeitgebern ausgestellt wurden, haben vor oder nach Ostern ihre Arbeit wieder aufgenommen. Auch in Kulmbach starteten viele Arbeitnehmer, die eine Wiedereinstellungszusage vom früheren Arbeitgeber hatten, wieder voll durch. Die Zahl der Arbeitslosen im Kulmbacher Raum reduzierte sich um 204 auf 1560. Die Arbeitslosenquote belief sich damit auf 3,8 Prozent. Sie lag 0,5 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Aprils 2016.
Der Frühjahrsaufschwung im Hotel- und Gaststättengewerbe ist witterungsbedingt bisher ausgeblieben. Die Firmen aus dem Landkreis Kulmbach meldeten 202 neue Arbeitsstellen, 16 weniger als im März dieses Jahres. Das Bauhaupt- und -nebengewerbe suchte Baggerfahrer, Maurer, Zimmerer und Maler. Es waren zahlreiche Stellen für erfahrene Helfer vorhanden, so in Hoch- und Tiefbau, Elektrobranche, Produktion und Lager. Eine hohe Nachfrage bestand auch an Kfz-Mechatronikern. Ein großer Teil der Arbeitskräftenachfrage stammte von Zeitarbeitsunternehmen.
Im gesamten Agenturbezirk Bayreuth-Hof betrug die Arbeitslosenquote 4,1 Prozent und war somit 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Die Vorjahresquote lag bei 4,4 Prozent.
"Die Unternehmen in der Region suchen händeringend nach Fachkräften. Aufgabe der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof ist es, die regionale Wirtschaft bei der Besetzung der vorhandenen Arbeitsstellen mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln bestmöglich zu unterstützen. Dies geschieht einerseits durch die Dienstleistungen des Arbeitgeber-Services, andererseits liegt ein Hauptaugenmerk auf der Beratung von Arbeitnehmern hinsichtlich Weiterbildung und Qualifizierung", erläutert Sebastian Peine, Chef der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof, die aktuelle Situation.
Seit dem Jahr 2005 ist im Agenturbezirk Bayreuth-Hof ein ständiger Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zu verzeichnen. In den vergangenen 11 Jahren stieg diese Zahl um 14 Prozent an.
Zusätzlich kümmern sich die Berufsberater um junge Flüchtlinge, die sich momentan in den Berufsintegrationsklassen der Berufsschulen befinden. Auch hier finden erste Orientierungsberatungen statt. "Es ist wichtig, frühzeitig mit diesen jungen Menschen zu arbeiten, um möglichen Ausbildungsnachwuchs für die regionale Wirtschaft zu gewinnen", meint Sebastian Peine zu dieser Beratungsleistung der Agentur für Arbeit.