Ob das Kulmbacher Freibad nach der aufsehenenerregenden Sprengung einen neuen Sprungturm bekommt und wo und wie dieser installiert werden könnte, steht noch nicht fest. Ebensowenig die Kosten, die solch ein Sprungturm verursachen würde. Doch Oberbürgermeister Henry Schramm versprach bei der Pressekonferenz zur Freibaderöffnung, dass der Werkausschuss derzeit verschiedene Möglichkeiten prüfen lassen, wie man solch eine Attraktion realisieren könnte.
Für die kommende Saison ist dies zwar zu spät. Denn der Sommer beginnt in Kulmbach am heutigen Samstag, 13. Mai. "Es wird sicherlich kein Zehn-Meter-Turm sein, aber wir schauen, was wir machen können. Unser Schwimmbad ist es uns wert, viele Euros in die Hand zu nehmen", versicherte der Kulmbacher Oberbürgermeister. Auch wenn das Bad jährlich ein Minus von 600 000 Euro in den Haushalt reiße, sei es nicht in Gefahr. "Was ist das Geld schon gegen die Tatsache, dass hier Kinder lustige Nachmittage verbringen können, dass hier Menschen ihren Sport nachgehen können und dass sie dadurch auch einen Beitrag leisten, sich gesund zu erhalten", so Schramm.


Preise bleiben gleich

Aus diesem Grund bleiben die Preise für das Freibad auch in der neuen Saison gleich. Eine Einzelkarte für Erwachsene kostet 2,50 Euro (25,50 Euro Dutzendkarte, 44 Euro Saisonkarte) - Jugendliche bis 18 Jahre zahlen die Hälfte. Auch Schüler und Auszubildende über 18 Jahre, Wehrdienstpflichtige, Ersatzdienstleistende, Arbeitslosen- und Sozialhilfeempfänger, Behinderte und Schwerbeschädigte sowie Studenten bekommen ermäßigte Tarife. Familien kommen ebenfalls in den Genuss von ermäßigten Preisen.
Während der Wintermonate haben die Stadtwerke 100 000 Euro in das Freibad investiert. Umfangreiche Fliesenlegearbeiten waren nötig, auch die Breitrutsche wurde gewartet und saniert. Außerdem ist die Ammoniakanlage und die Badewasseraufbereitungsanlage wurden überprüft. "Wir haben die Grünanlagen mit großem Aufwand auf Vordermann gebracht, so dass wir ein einladendes, sauberes, freundliches Bad präsentieren können", sagte Schramm.
Zusätzlich zum "normalen" Badebetrieb sind in diesem Jahr wieder zahlreiche Events geplant. Am 24. Juni findet das Kulmbacher Drachenbootrennen statt. Die siebte Auflage dieses Fun-Events wird allerdings nicht mehr des früheren Bademeisters Sascha Seitz, der inzwischen in einem anderen Bad tätig ist, durchgeführt, sondern in Eigenregie. Außerdem gibt es eine Poolparty mit Live-Band.
Am 21. Juli ist ein Volkstriathlon und ein Integrationstriathlon geplant. Während des Sommers gibt es Weißwurstfrühschoppen und Spielenachmittage mit dem Spielmobil des Kreisjugendringes. Und das Fitnessstudio KA2 bietet wieder Aqua-Zumba an. Bei der Pressekonferenz waren auch Bademeister Andreas Weiß, der Verwaltungsrat für das Freibad Lothar Seyfferth, der technische Leiter der Stadtwerke Oliver Voß und Reiner Foltes von den Stadtwerken zugegen.
Die Öffnungszeiten des Kulmbacher Freibades sind montags bis freitags von 6.30 Uhr bis 20 Uhr und samstags und sonntags von 8 Uhr bis 20 Uhr.