Die Müdigkeit steckt Jonas Hübsch und Jonas Lauterbach schon in den Knochen. Kein Wunder: Die beiden 21-Jährigen gehören zu den Organisatoren der "Party im Nirgendwo", einem elektronischen Musikfestival mit 17 DJs, das am morgigen Samstag ab 20 Uhr auf einer grünen Wiese bei Tannfeld steigt. Zusammen mit rund 20 weiteren Helfern sind sie seit gut einer Woche mit den Aufbauarbeiten beschäftigt, haben oft auch auf dem Partygelände übernachtet - auf Sofas, die am Waldrand stehen.

"Einige von uns haben für die Vorbereitungen Urlaub genommen", sagt Jonas Hübsch, der selbst überrascht ist, wie gewaltig das Festival-Areal wirkt. "Das ist schon krass, wie das aussieht", so der 21-Jährige.


Zwei Bühnen

In der Tat: Mit 2015, als die "Party im Nirgendwo" ihre Premiere gefeiert hat, ist die 2016-er-Ausgabe nicht zu vergleichen. Die Hauptbühne ist diesmal samt Seitenanbauten stolze 24 Meter breit und acht Meter hoch. Die Nebenbühne befindet sich am anderen Ende in einem 250 Quadratmeter großen Zelt. Zwei große Bierstände und drei Bars sind aufgebaut. Über 400 Meter Bauzaun grenzen das Gelände ein, das sich - umringt von Wald - ganz in der Nähe der Windräder befindet.



Das Equipment passt

Da das Festival tatsächlich im Nirgendwo stattfindet, ist das Gelände nicht ans Stromnetz angeschlossen. Eine THW- Netzersatzanlage übernimmt die Versorgung. Auch das technische Equipment für die Musik passt: Etwa zehn sogenannte Dopper-18er-Bässe mit einer Ausgangsleistung von je 2000 Watt kommen zum Einsatz.
Bis zu 4000 Besucher werden erwartet. Die sollen die Nacht zum Tag machen. Die Freunde elektronischer Musik kommen auf ihre Kosten, haben die Veranstalter doch auch viele bekannte DJs gebucht. So sind Niels van Gogh, Hypercat und The Ironix mit von der Partie. "Wann die auftreten, das verraten wir natürlich nicht", sagt Jonas Hübsch, der ab 2.30 Uhr selbst auflegt.


Nicht nur 75 Helfer sind im Einsatz

Nicht nur die Planung und der Aufbau, auch der Veranstaltungstag selbst fordert die Organisatoren. 74 Helfer sind im Einsatz. Ein 40 Mann starkes Security-Team wird mit dafür sorgen, dass alles in geordneten Bahnen verläuft. Ohne die Feuerwehr geht nichts: Die Thurnauer Kameraden übernehmen die Brandwache, die Tannfelder Wehr hilft bei der Parkplatz-Einweisung.

Der Parkplatz befindet sich übrigens bei Tannfeld. "Die Zufahrt zum Festivalgelände ist mit dem Auto nicht möglich. Der Weg ist abgesperrt", sagt Mitveranstalter Jonas Hübsch, der alle Gäste darum bittet, die Hinweisschilder zu beachten. Von Tannfeld aus fahren dann Shuttle-Busse ins Nirgendwo.

Festgelände Das Festival findet auf einer grünen Wiese bei Kleetzhöfe statt. Beginn ist am Samstag um 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr), Ende am Sonntag um 6 Uhr.

Parken Shuttle-Busse bringen die Besucher vom ausgeschilderten Parkplatz bei Tannfeld zum Festgelände.

Eintrittskarten Im Vorverkauf sind fast alle Karten weg. Es gibt aber noch ausreichend Karten an der Abendkasse. Der Eintritt kostet 15 Euro.