Hans Grebner aus Gelbsreuth und sein Vater Hans Grebner senior aus dem Thurnauer Land haben keine Mühen gescheut, um am Schleppertreffen in Gelbsreuth teilzunehmen. Mit ihrem Lanz Baujahr 1950 sind sie gemeinsam mit 95 anderen Schlepperfreunden nach Gelbsreuth gefahren.

Da der alte Lanz keine Straßenzulassung hat, ist er mit der Hilfe anderer Schlepperfreunde von Thurnau nach Gelbsreuth gezogen worden. Vorher haben zahlreiche Helfer mit angepackt, um den Traktor in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. "Damals, als mein Vater den Lanz vor rund 30 Jahren gekauft hat, haben viele gelacht und gesagt: Der Gräbner mit seinem alten Zeug", so Sohn Hans, heute sind genau diese Maschinen heiß begehrt.

Der typische Sound

Grund ist sicher auch der unvergleichliche Klang. Der einzylindrige Lanz erzeugt mit seinen 4,7 Liter Hubraum den typischen Sound alter Traktoren. Der Fahrer wird bei der Fahrt heftig durchgerüttelt.

Zur Ausfahrt nach Kleinhül und Sanspareil kann der Traktor nicht mehr mit. Doch die meisten anderen der Teilnehmer machen sich auf die Reise. Ganz alte und weniger alte Modelle sind dabei, solche, die noch im Arbeitseinsatz sind, und solche, die längst nur noch als Museumsstücke dienen, dazwischen auch ein paar Stücke, die heute vielleicht besser aussehen und sauberer hergerichtet sind, als als Neufahrzeuge.

Wer die 96 Traktoren aus nah und fern betrachtet merkt schnell: Jeder Traktor ist anders, aber jeder hat so seinen eigenen Charme, seinen eigenen Klang.

Neben Hans Grebner senior, der mit 86 Jahren zu den ältesten Teilnehmern gehört, ist auch Hans Schwenck aus Emtmannsberg mit seinem Schlepper angereist. Mit der weitesten Anfahrt begrüßten die Gelbsreuther Alexander Nagel, der mit seinem Schlüter Super 1250, aus dem 45 Kilometer entfernten Egloffstein kommt.

"Nach dem Krieg hat es rund 200 verschiedene Marken gegeben, schließlich waren Traktoren Mangelware und da haben viele Schlosser und andere angefangen Schlepper herzustellen", so Wolfgang Abé, der selbst ein begeisterter Sammler von Oldtimer-Traktoren ist.

"Der Schlüter ist einer dieser Marken". Als die meisten Traktor-Bauer noch deutlich kleinere Modelle gebaut haben, hat Schlüter schon in Größenordnungen gebaut, die erst Jahre später gesellschaftsfähig wurden.
Als jüngste Teilnehmer haben der 16-jährige Simon Kraus aus Tramitz und Josef Brehm aus Huppendorf teilgenommen. Die größten Gruppen hatten die Fahrt nach Gelbsreuth aus Thurnau und aus Harsdorf angetreten. Die Eicherfreunde Engelmeß-Seitenbach und das Harsdorfer Bergvolk ist jeweils mit neun Schleppern angereist.