Nahezu zwei Jahrzehnte hat Herbert Hörath zusammen mit dem Gemeinderat die Geschicke seiner Heimatgemeinde gelenkt. Bis zuletzt genoss Hörath in der Bürgerschaft ob seiner ehrenamtlichen Leistungen ein hohes Ansehen. Ihm ging es immer darum, die Gemeinde weiterzuentwickeln, ohne dabei seine Person oder gar sein Amt als Bürgermeister in den Vordergrund zu stellen.

1951 machte Herbert Hörath am späteren MGF-Gymnasium das Abitur und trat danach in den Dienst des Freistaates Bayern. In seiner über 40-jährigen Tätigkeit wirkte er 16 Jahre am Versorgungsamt Bayreuth und zwölf Jahre am Krankenhaus Hohe Warte. Vor seiner Pensionierung war Herbert Hörath noch zehn Jahre als Regierungsamtsrat am Gewerbeaufsichtsamt Bayreuth tätig.

Seit 1966 Gemeinderat

Als exzellenter Verwaltungsfachmann schaffte Herbert Hörath erstmals 1966 den Sprung in den Gemeinderat und wurde auf Anhieb zum stellvertretenden Bürgermeister gewählt. Von 1971 bis 1990 stand Hörath an der Spitze seiner Heimatgemeinde und war auch für eine Wahlperiode Mitglied des Kreistages Kulmbach. Viele Maßnahmen - unter anderem der Bau der Volksschule Neuenmarkt-Wirsberg und der Umbau des alten Schulhauses zum Rathaus - sind sehr eng mit seinem Namen verbunden.

Als er 1990 das Bürgermeisteramt in jüngere Hände gab, war er nochmals bereit, für den Gemeinderat zu kandidieren. Die Bürger honorierten seinen langjährigen Einsatz damit, dass er die meisten Stimmen der CSU-WG-Fraktion erhielt.

Ein leiser Abschied

Sechs Jahre verabschiedete sich der kommunalpolitische "Dauerläufer" dann leise nach 30 Jahren von der politischen Bühne. Und genauso leise hatte er sich auch seinen Weg zu seiner letzten Ruhestätte gewünscht.

Die ehrenamtliche Arbeit von Herbert Hörath war auch in den Vereinen gefragt. So leitete er den früheren Gesangverein Neuenmarkt, den CSU-Ortsverband Neuenmarkt und war Schriftführer und Vorsitzender beim Fußballclub Neuenmarkt, dessen Ehrenvorsitzender Herbert Hörath war. Für seine Verdienste um die Kommune wurde Herbert Hörath mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er unter anderem 1991 das Verdienstkreuz am Bande.