Großbaustelle ab Montag in Stadtsteinach: Die Bundesstraße 303 wird im Ortsbereich auf einer Länge von 615 Metern saniert und in Höhe des Rewe-Marktes mit einer weiteren Ampelanlage ausgestattet. Kosten: mehr als 200.000 Euro. Konsequenz für den überörtlichen Durchgangsverkehr: eine großräumige Umleitung über Untersteinach und Zettlitz bei Rugendorf.

Dass die B303 in diesem Bereich im Jahr 2015 saniert werden würde, steht für das Straßenbauamt Bayreuth seit längerer Zeit fest.

Allerdings: Nachdem Landrat Klaus Peter Söllner infolge von mehreren schweren Unfällen unlängst den Bau einer weiteren Fußgängerampel angeordnet hat, wird die für die großen Ferien avisierte Baumaßnahme vorgezogen. Sie beginnt am Montag, 13. April, und dauert bis 10. Mai.

Die Sanierungsstrecke beginnt im Bereich des ehemaligen Tempel-Anwesens in der Nähe der Abzweigung in die Knollenstraße und reicht bis in Höhe des Rewe-Marktes, wobei die Zufahrt in die Egerländer Straße frei bleibt, wie Abteilungsleiter Siegfried Beck vom Straßenbauamt erläutert. "Auch der Rewe-Markt ist während der Bauphase erreichbar, er bekommt eine Behelfszufahrt", ergänzt Projektleiter Jan Oertel.


Bedarfsampel

Unmittelbar neben der Abzweigung Egerländer Straße wird die neue Fußgängerampel entstehen. Dabei handelt es sich laut Siegfried Beck um eine sogenannte Bedarfsampel mit Behindertenleitsystem, die im Regelfall für den Straßenverkehr Grünlicht zeigt.

Drückt ein Fußgänger die Anforderungstaste, schaltet die Ampel für den Verkehr auf Rot- und für den Überweg auf Grünlicht. Dann wird auch für die Verkehrsteilnehmer von der Egerländer Straße und vom Rewe-Parkplatz her ein zusätzliches Warnlicht aktiviert.

Wie Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD) dazu erläutert, hat die Stadt in diesem Straßenbereich bereits die Beleuchtung verbessert und wird auch die Kosten für den sogenannten Aufstellbereich tragen, der auf der Rewe-Seite für die Fußgänger an der Ampel geschaffen werden muss.

Zur Sanierung der Bundesstraße 303, so Jan Oertel, erfolgt die Erneuerung des Fahrbahnbelags mit Asphaltbeton mit einer Stärke von vier Zentimetern. Dazu muss zunächst der alte Belag abgefräst werden. Und, was besonders wichtig ist: Bevor der neue Asphalt kommt, werden die Entwässerungseinrichtungen auf der gesamten Streckenlänge von 615 Metern gründlich überholt und erweitert. Die Erneuerung und Ausrichtung verdrückter Rinnsteine gehört da genauso dazu wie die Anhebung von Kanaleinläufen. Im Bereich der Bushaltestelle an der Fachklinik, wo sich momentan bei Regen kleine Seen bilden, werden wie an anderen neuralgischen Stellen zusätzlich Abläufe eingebaut.


In zwei Abschnitten

Die Baumaßnahme ist in zwei Abschnitte gegliedert, die Ortsdurchfahrt für den überörtlichen Verkehr vier Wochen gesperrt. Der Anliegerverkehr wird über Ampelregelungen gewährleistet. An den beiden Wochenenden, an denen die Abschnitte asphaltiert werden, geht aber gar nichts.

Bürgermeister Roland Wolfrum ("Wir sind seit einem Jahr mit dem Straßenbauamt in Kontakt") ist natürlich erfreut, dass die Straßenschäden behoben werden. Sein hintersinniger Kommentar: "Die B303 steht ja zur Disposition. Wenn die Umgehung kommt und die Straße in unsere Unterhaltslast geht, muss sie in einem 1A-Zustand sein."