Ein 50-Jährige hat im August einen Schluck aus einer Radler-Flasche genommen, die eine ätzende Flüssigkeit enthielt, und schwebte kurz darauf in Lebensgefahr. Das Unglück hat sich in einem Sportheim in Kirchenbirkig (Landkreis Bayreuth) ereignet.


In Spezialklinik gebracht

Das Opfer soll die Flasche, die noch versiegelt gewesen sein soll, aus dem Kühlschrank genommen haben. Der Mann erlitt schwere Verletzungen im Mundraum, wurde in eine Spezialklinik gebracht.


Inhalt wurde untersucht

Wie die Flüssigkeit in die Flasche gelangt ist? Wie Leitender Oberstaatsanwalt Herbert Potzel auf Anfrage mitteilt, laufen die polizeilichen Ermittlungen noch. "Die Ergebnisse sollen der Staatsanwaltschaft noch im Dezember vorgelegt werden", so Potzel. Um welche Flüssigkeit es sich gehandelt hat, steht inzwischen fest, wird aus ermittlungstaktischen Gründen aber nicht bekanntgegeben. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt ausführt, hat das rechtsmedizinische Institut der Universitätsklinik Erlangen diesbezüglich ein Gutachten erstellt.


Braucherei trifft keine Schuld

Die Brauerei aus der Region, die das Radler produziert hatte, trifft Herbert Potzel zufolge mit großer Sicherheit kein Verschulden. Die Produktionsprozesse seien überprüft worden. Dass die ätzende Flüssigkeit dabei in die Flasche gelangt sei, könne ausgeschlossen werden.