Der erste Unfall ereignete sich am Samstag gegen 14 Uhr in Fahrtrichtung München, etwa tausend Meter vor der Ausfahrt Himmelkron. Der Fahrer eines dunkelblauen Mercedes-Kombi der C-Klasse war unvermittelt von der rechten auf die linke Spur gezogen und hatte dabei den Mercedes der A-Klasse einer 35-jährigen Leipzigerin geschnitten. Die Frau geriet infolge des Ausweichmanövers auf der mit Schneematsch bedeckten Fahrbahn ins Schleudern. Ihr Mercedes rammte daraufhin den VW Golf eines 24-Jährigen. Während der Fahrer des Mercedes-Kombi seinen Weg unbeirrt fortsetzte, blieben die A-Klasse und der VW demoliert auf der Fahrbahn stehen.

An den beiden Fahrzeugen und der Schutzplanke entstand insgesamt ein Schaden in Höhe von rund 7700 Euro.
Im Fahrzeug der Leipzigerin saßen noch deren zwei Kinder. Die Polizei bezeichnet es als Glück, dass bei dem starken Verkehrsaufkommen und den schlechten Wetterverhältnissen, niemand verletzt wurde.
Der unbekannte Mercedes, von dessen Kennzeichen nur die Anfangsbuchstaben MD für Magdeburg bekannt sind, dürfte unbeschädigt geblieben sein. Dessen Fahrer war zuvor schon durch seine aggressive Fahrweise aufgefallen, als er unter anderem mehrfach rechts überholte und immer wieder knapp vor Fahrzeugen einscherte.
Zeugen, die Hinweise zum Unfallgeschehen oder zu dem flüchtigen Mercedes geben können, werden gebeten, sich mit der Verkehrspolizei Bayreuth, unter der Telefonnummer 0921/5062330 in Verbindung zu setzen.

40 000 Euro Schaden

Ein weiterer Unfall, an dem drei Fahrzeuge beteiligt waren, ereignete sich Samstagnacht kurz nach der Autobahn-Anschlussstelle Himmelkron. Ein 40-jähriger aus Velbert fuhr mit seinem Ford Mondeo in Richtung Bayreuth. Auf der feuchten Fahrbahn verlor er wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Pkw. Das Fahrzeug prallte in die Mittelschutzplanke. Von dort aus wurde der Ford über die komplette Fahrbahn geschleudert, wo er nochmals in die rechte Schutzplanke krachte. Danach blieb das Fahrzeug schräg und unbeleuchtet auf der Fahrbahn stehen.

Ein nachfolgender 55-jähriger Magdeburger hatte keine Chance. Er versuchte zwar noch auszuweichen, krachte jedoch mit seinem Hyundai in den verunglückten Pkw. Die Fahrzeuge wurden durch die Wucht des Aufpralls noch weiter in die Fahrbahnmitte geschoben. Dort fuhr ein 45-Jähriger mit seinem BMW in die Unfallstelle.
Glücklicherweise blieben alle Unfallbeteiligten unverletzt. Der Gesamtschaden wird auf etwa 40 000 Euro geschätzt. Die Unfallstelle erstreckte sich auf ungefähr 300 Meter. Für die Dauer der Unfallaufnahme und die Bergung der Fahrzeuge mussten zwei Fahrstreifen für etwa eine Stunde gesperrt werden. Auf Grund des schwachen Verkehrs kam es zu keinerlei Behinderungen.

Der Unfallverursacher muss sich nun wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit verantworten. Ihn erwarten ein empfindliches Bußgeld und Punkte in Flensburg.