Denn dort gilt Tempo 30, nur kaum jemand hält sich daran. Jetzt bin ich keine Autofahrerin, die andere Verkehrsteilnehmer erziehen möchte, doch ich nehme mir schon die Freiheit heraus, mich selbst an die Vorschriften zu halten. Also zuckele ich immer schön brav mit 30 km/h durch Weiher. Zugegeben, manchmal sind es auch schon 35, aber mehr wirklich nicht, liebe Polizei.

Die Reaktionen der Autofahrer hinter mir im Rückspiegel zu beobachten, ist fast immer ein Heidenspaß.

So wie neulich wieder: Mein Tachometer zeigte 32 km/h an, als mein Hintermann mir quasi an der Stoßstange klebte. Seinen genervten Gesichtsausdruck konnte ich im Rückspiegel gut erkennen, schließlich war er ja nah genug dran. Höchste Zeit, mein Tempo auf die vorgeschriebenen (!) 30 zu reduzieren. Daraufhin rückte er mir noch näher auf die Pelle und fing an, wild mit den Armen zu gestikulieren. Ich ließ mich auf den Kommunikationsversuch ein und bedeutete ihm meinerseits in Fingersprache eine 30. Vielleicht hatte der gute Mann ja einfach die runden, weiß-roten Schilder mit der Zahl in der Mitte übersehen, die etwa alle 50 bis 100 Meter am Straßenrand stehen.

Dann sollte er sich aber schleunigst eine Brille besorgen, denn wie ich dann beim Abbiegen sehen konnte, saß dieses HB-Männchen ausgerechnet am Steuer eines Schul-Minibusses. Da war der Spaß für mich dann aber vorbei ...