Wenn Weltstar Deborah Sasson am Sonntag, 16. Dezember, um 18 Uhr die Kronacher Bühne im Kreiskulturraum betreten wird, soll es eine Überraschung geben. Außer von ihrem internationalen Ensemble wird sie nämlich auch vom Friesener Nachwuchschor "Con brio" musikalisch unterstützt. Leiterin Michaela Taube: "Wir fühlen uns geehrt, das ist eine große Herausforderung."

Festlich, ergreifend und vor allem unvergesslich soll dieses Weihnachtskonzert werden. Das jedenfalls wünscht sich Veranstaltungspartner Rainer Ludwig. Am zweiten Adventssonntag wird deshalb die Bühne nicht nur vom Scheinwerferlicht erhellt, sondern vor allem auch durch die faszinierende Ausstrahlung einer preisgekrönten Interpretin. Und die will sich mit großen Klassikern wie "Gloria", "Ave Maria" oder "Panis angelicus" in die Herzen der Zuhörer singen. Aber nicht nur Klassik wird den Raum durchströmen, sondern auch flottere Töne. Die kommen dann von bekannten Titeln wie "Jingle Bells", "Rudolph, The Red Nosed Reindeer" oder "Santa Claus is Coming to Town". Begleitet wird sie vom russischen Pianisten Iwan Urwalow.

Deborah Sasson, die 2016 schon in Kronach war, beeindruckte dabei nicht nur ihr Publikum, sondern vor allem auch Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein. Er schwärmt heute noch von einem "tollen Auftritt", bei dem er die Sängerin auch persönlich kennengelernt - und ins Herz geschlossen habe. Aber das scheint keine Einbahnstraße gewesen zu sein, denn die Künstlerin kann sich ebenfalls noch gut an die Herzlichkeit erinnern, die man ihr entgegenbrachte. Sie versichert: "Mit dem Bürgermeister waren wir sofort harmonisch im Einklang."

Rainer Ludwig geht vor allem auf die lokale Komponente ein. "Mir gefällt diese Mischung aus Weltstar und heimischen, jungen Künstlern." Der Chor "Con brio", der 2014 mit dem Förderpreis des Landkreises Kronach ausgezeichnet wurde, wird die Interpretin vor allem im klassischen Bereich unterstützen. Michaela Taube: "Wir sind zwar ein reiner Laienchor und normaler Weise eher Crossover und etwas flotter unterwegs, aber wir kommen ursprünglich ja aus dem geistlichen Bereich." Die eigenen Auftritte an diesem Abend, die der Chor ohne Deborah Sasson bestreiten wird, sollen sich aber an das Gesamtkonzept anlehnen.

Deborah Sasson wurde in Boston geboren. Sie studierte Gesang am Oberlin Konservatorium. Ihr erstes Engagement führte sie an die Metropolitan Opera in New York. Danach wurde sie für die "West Side Story" an der Hamburger Staatsoper verpflichtet. Es folgten Engagements in San Francisco, Venedig, Rio de Janeiro, London, Wien, Berlin und Paris. Sie feierte internationale Erfolge und bekam 2004 den "Klassik-Echo-Award". Mit Oberfranken verbindet sie die Ehe mit dem Heldentenor Peter Hofmann.